Vögel ganzjährig füttern? Ja/Nein? Hier kommen 5 gute Gründe dafür!

Vögel ganzjährig füttern? Ja/Nein?   Hier kommen 5 gute Gründe dafür!

05.10.2020

Grüner Leben

Wenn die Tage kürzer werden und die letzten schönen Herbsttage über das Land ziehen, begeben sich auch zahlreiche Vögel auf Wanderschaft. Der Winter naht und Tierfreunde wissen, welche große Frage auf sie zukommt. Spätestens ab diesem Moment entbrennt die Diskussion, an der sich die Geister scheiden: Sollten Vögel sowohl im Winter als auch ganzjährig gefüttert werden? Wir haben uns in Büchern verkrochen und das Internet auf den Kopf gestellt und 5 gute Gründe gesammelt, die eindeutig “JA” zur ganzjährigen Vogelfütterung sagen. 

1. Füttern bedeutet Artenschutz

Mit jedem ausgelegten Korn trägst du zur Arterhaltung bei. Wenn Vögel im Winter an Futterknappheit leiden, erhöht das Bereitstellen von Futterstellen Überlebenschancen für die Tiere. Obwohl Kritiker sich hartnäckig an dem Argument festhalten, dass sich das Füttern negativ auf die natürliche Arterhaltung auswirkt und ein Ungleichgewicht herbeiführt, rettest du Leben. Denn das Gesetz des Stärkeren und Schwächeren wird durch eine kleine Hilfe in Form von Meisenknödeln, Körnern und Kernen nicht außer Kraft gesetzt. 

2. Vogelfutter ist Zusatz statt Ersatz

Meisenobst kann man selber herstellen und bieten eine Anlaufstelle für alle hungrigen Vögel

Die Frage nach der ganzjährigen Fütterung schließt diesen Unterschied häufig aus und drängt die Überlegung in eine falsche Richtung. Es wird davon ausgegangen, dass das Zufüttern die natürliche Nahrungssuche verdrängt. Allerdings ist das Gegenteil der Fall: Zusätzliche Futterstellen überbrücken die überlebenswichtige Nahrungssuche. Für die Tiere ist der Platz eine gute Anlaufstelle, um Wasser und Essen zu finden. Einseitige Ernährung muss jedoch kein Tierfreund fürchten, denn der natürliche Instinkt zieht die Tiere auch zu anderen Futterplätzen. Welche Nahrung infrage kommt, hat sich der Naturschutzbund Deutschland NABU genauer angeschaut.

3. Langfristigkeit erzeugt Natürlichkeit

Um Vögeln die Chance zu geben, die zusätzlichen Futterstellen vor dem ersten Schnee zu finden und zu kennen, sollte schon im Spätsommer mit dem Bereitstellen dieser begonnen werden. Somit verlängert sich der Zeitraum, in dem die Tiere sich an die Nahrungsquellen gewöhnen. Selbst beim Übergang vom Winter in den Frühling kannst du deine gefiederten Freunde unterstützen, indem du weiterhin Futter auslegst. Die Regeneration natürlicher Nahrung braucht seine Zeit, die du somit leichter überbrücken kannst. Bindest du die zusätzlichen Futterstellen in den Jahreszeitenzyklus ein, wird deine Hilfe nicht nur als temporäre Nahrungshilfe verstanden, sondern als natürlicher Ort mit reichhaltigem Angebot. Jede Vogelart hat seine eigenen Vorlieben, was er zum Fressen bevorzugt. Ob Körner, Samen oder Haferflocken: Die Auswahl ist vielfältig und muss dennoch in einem guten Mix angeboten werden. Lass dich von unseren Tipps inspirieren, wie du ohne großen Aufwand die richtige Nahrung in einer gesunden Mischung servieren kannst.

4. Hilfe während der Brutzeit

Die ganzjährige Fütterung unterstützt die Vögel sowohl in der harten Zeit im Winter als auch in der Brutzeit im Frühling. Obwohl der Boden vom Frost befreit und  die ersten Insekten schon rumflattern, benötigen Vögel für ihren Nachwuchs allerlei Nahrung. Die von dir bereitgestellten Futterstellen liefern den Vogeleltern zusätzliche Alternativen, die den Speiseplan erweitern und die Jungen im Wachstum stärken. Auf diese Weise wird die Fütterung aus menschlicher Hand zum wichtigen Bestandteil während der warmen Monate und geben den Tieren schon im Sommer zu verstehen, wo im Winter sichere Futterstellen zu finden sind. 

Kleiner Tipp:
Auch die richtige Auswahl von vogelfreundlichen Pflanzen in deinem Garten kann für die Piepmatze eine extreme Hilfestellung sein. Beerensträucher wie zum Beispiel Johannisbeeren oder Brombeeren sind für Vögel ein absoluter Festschmaus. Auch die Beeren von Hagebutte oder Sanddorn gehören zu den köstlichen Alternativen, die im Garten gezüchtet werden können und auf die sich Vögel mit Vorliebe stürzen. Zudem sind solche Sträucher sinnvoll, weil die Vögel zwischen den dichten Geäst zusätzliche Schutzräume finden.  

Jeder Vogel hat seine individuellen Vorlieben an das Futter

5. Folgerichtiger Eingriff in die Natur

Oft wird das Argument verwendet, dass der Mensch durch die Vogelfütterung in die Natur eingreift. Das ist richtig, allerdings wird dabei nicht bedacht, dass wir auch zuvor massiv in die Natur eingreifen. Gerade auf dem Land wird durch landwirtschaftlich betriebene Monokultur-Felder die Anzahl der Insekten stark reduziert. Dort finden Vögel für sich und ihren Nachwuchs nur noch schwer etwas zu essen. Um den Schaden, den wir durch den Eingriff der Landwirtschaft begehen, wieder gutzumachen, wäre ein weiterer Eingriff in die Natur in Form einer Zufütterung also nur logisch. Da liegt aber auch das Problem: Bei der Nahrung fängt es an, aber auch der Lebensraum der Vögel ist vielerorts gefährdet. Deshalb ist ein naturnaher Garten ebensowichtig. Laub darf ruhig etwas länger liegen bleiben, Kompost bietet Insekten sicheren Schutz und herabfallende Beeren oder Samen ergänzen die Speisekarte für tierische Besucher im gesamten Jahr. Je natürlicher dein Garten wirkt, desto besser. Eingebettet zwischen heimischen Pflanzen und schützenden Sträuchern kannst du das Vogelfutter auslegen. So schaffst du die Basis für neue Niststellen und erweiterst den Lebensraum deiner gefiederten Freunde. 

Vögel finden an den Futterstellen Nahrung für sich und ihre Jungen

Fazit: Was man kennt, das schützt man auch

Abgesehen von den Argumenten für und gegen die ganzjährige Vogelfütterung. Klar ist, dass das Thema auf immer mehr Interesse stößt und somit auch das allgemeine Interesse an Vögeln und der Natur fördert. Das ist ja eigentlich erstmal durchweg ein gutes Zeichen! Vermutlich ist es gerade die “hautnahe” Beobachtung der Vögel, wenn diese an der Futterstelle zugange sind, die ein absolutes Highlight für die Kids (und die Erwachsenen) darstellt. Hier können die gefiederten Freunde aus nächster Nähe erlebt werden. Optimal wäre natürlich, wenn sich daraus nachhaltig auch ein achtsamer Umgang mit der Natur und ihren Geschöpfen ausbilden würde... wir drücken die Daumen!  

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