Pflanzen aus Saatgut ziehen: So funktioniert die Aussaat

Pflanzen aus Saatgut ziehen: So funktioniert die Aussaat

Jede Pflanze ist verschieden. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass jede Pflanze, genau wie jedes andere Lebewesen, so seine Eigenheiten und individuellen Vorlieben hat. Es ist also wichtig, auch bei der Aussaat diese Vorlieben zu berücksichtigen, damit die Pflanze beim Wachsen ihr volles Potential ausschöpfen kann. Aber keine Angst! Solange du dich auf jede Pflanze einstellst, kann bei der Aussaat eigentlich gar nichts schiefgehen. Und damit du dich noch besser zurechtfindest, zeigen wir dir hier kurz und knackig alles Wichtige über das richtige Aussäen deiner Lieblingspflanze! Bist du bereit? Dann heißt es: An die Harke, fertig, angepflanzt!

Im Großen und Ganzen gibt es zwei Wege, Samen auszusäen: Im Gewächshaus oder im Freiland. Welche Pflanze wächst also wo am liebsten? Und wie bereitest du das Beet richtig vor, damit sich die Pflanze wohlfühlt? Was genau musst du beim Aussäen beachten? Das alles erfährst du hier! 

Den kalten Temperaturen zum Trotz: Hilfsmittel Gewächshaus

Ein Gewächshaus ist eine tolle Erfindung. Es ermöglicht uns Gärtnern, quasi das ganze Jahr über vom frischen selbstangebauten Gemüse zu profitieren. Der Faktor Zeit ist also der elementare Vorteil eines Gewächshauses. Denn egal, wie der Wettergott sich draußen austobt, das Gewächshaus bietet Schutz vor Wind, Regen und Kälte. Wem es also in den Fingerspitzen juckt und wer den Frühling gar nicht erwarten kann, ist mit einem Gewächshaus bestens beraten. Die Frühlingssaison kann so deutlich früher beginnen – zum Beispiel mit frischen Gemüsesorten wie Salat. Diese können im Gewächshaus bereits ab Anfang März angepflanzt und schon im April geerntet werden. Den kalten Temperaturen zum Trotz!

Aufgepasst! Auch, wenn das Gewächshaus Schutz vor kalten Temperaturen bietet, kann auch hier die Temperatur stark schwanken. Dies hängt nicht zuletzt von der Art und Qualität des Gewächshauses ab. Und was immer gilt: Pflanzen sind unterschiedlich. Während es einige Pflanzen warm und kuschelig mögen, mögen es andere deutlich kühler. Salat z.B. fühlt sich am wohlsten bei Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad, wohingegen es Basilikum, Tomaten, Paprika, Gurken und Auberginen deutlich wärmer mögen und erst bei Temperaturen zwischen 20 und 23 Grad keimen. Es kann deshalb ratsam sein, die Raumtemperatur im Gewächshaus mithilfe eines Thermometers zu kontrollieren und evtl. in gewünschte Richtung mithilfe von Heizpilzen oder Ventilatoren zu korrigieren.

Derk und Torge mit frischen Pflanzen, die aus Stadtgärtner Saatgut (Saatgeschwister) gezogen wurden.
Da wir unser Saatgut ständig testen, haben wir mittlerweile einige Erfahrung im Aussäen :-)

Was spricht noch für ein Gewächshaus?

Ein Gewächshaus eignet sich hervorragend zum Vorziehen von Gemüse und Kräutern. So können die Samen im geschützten Umfeld keimen und beginnen zu wachsen, bis sie dann ins Freiland ausgesetzt und dort später geerntet werden können. Wärmeliebenden Pflanzen ist die Saison bei uns einfach zu kurz, deshalb dürfen sie erst als bereits kräftige Jungpflanzen ins Freibeet und erst, wenn der Sommer wirklich beständig da ist (was im Norden Deutschlands gar nicht so einfach ist). Meistens bleibt es ab Mai warm, sicher ist aber bis Anfang Juni mit dem Umpflanzen ins Freibeet zu warten. Zu den Wärmeliebhabern zählen leckere Gemüsesorten wie Auberginen, Chilis, Kürbisse, Melonen, Paprika, Peperoni und auch viele Arten der Tomaten. Die Zeit zum Heranwachsen muss also beim Wählen des richtigen Aussaat-Zeitpunktes beachtet werden.

Das richtige Aussäen im Gewächshaus: die wichtigsten Regeln im Überblick

  1. Was sowohl Segen ist, kann auch Fluch sein. Die Windstille im Gewächshaus sichert sowohl Schutz, verhindert aber auch, dass regennasse Blätter trocknen und sich die Wärme verteilt. Damit die Luft nicht „stehen bleibt“, ist es wichtig, beim Bau eines Gewächshauses Lüftungsmöglichkeiten einzuplanen. Sonst können schnell fiese Schimmelpilze entstehen!
  2. Genau wie bei jeder Gartensaisoneröffnung, muss der Boden vor der Aussaat richtig vorbereitet werden! Dazu zählt sowohl, dass Unkraut entfernt wird und der Boden gelockert und gedüngt wird. Aber Achtung! Eine gute Vorbereitung ist unerlässlich, trotzdem darf die Bodenpflege während der Saison nicht vergessen werden.
  3. Nun noch gut wässern und schon kann die Aussaat beginnen!
  4. Pflanzen nicht zu eng pflanzen! Pflanzen brauchen Platz, um sich entwickeln und entfalten zu können. Achte also darauf, dass du beim Aussäen der Pflanzen genügend Abstand zwischen ihnen lässt. Sind Pflanzen zu eng beieinander, besteht die Gefahr, dass sie sich gegenseitig im Wachstum behindern. Lass ihnen also genug Raum zum Atmen!

Das Aussäen im Freiland

Schritt 1. Das Beet vorbereiten

Diese Aufgabe gehört nicht zu den kreativsten und spaßigsten Aufgaben eines jeden Gärtners, tut aber Not. Denn ein gut vorbereitetes Beet ist das A und O der Pflanzenpflege und schon die halbe Miete für eine reiche Ernte. Und wenn wir ehrlich sind, ist die Arbeit auch gar nicht so schlimm, ist da ja noch die Vorfreude auf die kommende Gartensaison, die während den Vorbereitungen langsam aber sicher aufkeimt und wächst.

Die Beet-Vorbereitung beginnt idealerweise schon im Herbst. Sobald alles abgeerntet ist und der Herbst vor der Tür steht, kann das Beet „winterfest“ gemacht werden. Also, Dreizack rausholen und kräftig umgraben! Im Frühjahr geht es dann weiter! Die angesammelten Blätter müssen vom Beet geharkt werden (wichtig!) und die Erde wird nochmals kräftig mit dem Dreizack bearbeitet und gelockert! Insbesondere die oberste Erdschicht ist durch die Kälte und den Frost/Schnee verdichtet und braucht jetzt umso mehr Pflege, damit die Wasseraufnahme und Durchlüftung wieder optimal funktionieren kann. Wenn Unkraut gewachsen ist, wird dieses ebenfalls aus dem Beet entfernt. Kleiner Tipp: Brennnessel und Schachtelhalm kann aufgehoben und als Dünger weiter verarbeitet werden.

Dünger: Ja oder nein?

Dünger schadet nie! Als organische Alternative zum chemischen Dünger, eignet sich besonders gut abgelagerter Pferdemist und Humus aus altem Kompost, der leicht in den Boden mit eingearbeitet wird. Die Nährstoffe sind gut für die Erde und wirken sich später positiv auf das Wachstum des selbstangebauten Gemüses aus! Wer die Brennnesseln und Schachtelhalmgewächse "gerettet" hat, weicht diese in einem großen, wasserdichten Behälter in Regenwasser ein. Wichtig: Danach zudecken, sobald die Gärung beginnt stinkt das Gebräu unappetitlich. Den Sud dann für 2-3 Wochen alle 1-2 Tage ordentlich durchrühren. Sobald sich kein Schaum mehr an der Oberfläche bildet, ist der Zaubertrank fertig und kann 1x pro Woche (im Mischverhältnis 1:10) zum Gießen verwendet werden.

Endlich wieder Frühling

Sobald die erste Frühlingssonne sich blicken lässt und sich der Frost zurückgezogen hat, kann mit der Aussaat begonnen werden.

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