2,50
Netto 2,34€
Verfügbarkeit
Lagernd
Artikelnr.
015-081
Noch keine Bewertung + Bewertung

Man erzählt sich, dass Bären nach ihrer langen Winterruhe zuerst den würzigen Bärlauch aßen, um wieder zu Kräften zu kommen. Dies verwundert nicht, denn Bärlauch enthält u.a. viel Vitamin C, Eisen, Schwefel, Magnesium und ätherische Öle. Neben den gesunden Eigenschaften besticht der Bärlauch oder "wilde Knoblauch" vor allem durch seinen raffinierten Geschmack, der selbst einfachste Gerichte in ein feines Gourmet-Erlebnis verwandelt. Lange vergessen, mischt das heimische Würzkraut seit einigen Jahren in der gehobenen Küche wieder ganz oben mit.


Eigenschaften

Pflanzeninformationen
Erntezeit Erntezeit: März bis Mai
Nährstoffbedarf Nährstoffbedarf: Schwachzehrer
Botanischer Name Botanischer Name: Allium ursinum
Wuchshöhe Wuchshöhe: 20 - 50 cm
Lebenszyklus Lebenszyklus: mehrjährig
Farbwelt Farbwelt: Grün, weiße Blüten
Verwendung Verwendung: Idealer Knoblauchersatz bei dem der Geruch nach kurzer Zeit verfliegt. Besonders lecker in Salaten und Suppen.
+ Bewertung

Pflanzanleitung auf dem Umschlag

Bärlauch zählt zu den Kaltkeimern und sollte frühestens im Herbst, spätestens aber im Februar ausgesät werden, da der Samen zum Keimen Temperaturen von wenigstens 1-5°C braucht. Ideal ist eine Anzucht in Schalen mit nährstoffarmer Anzuchterde. Diese sollte stets feucht (nicht nass) gehalten werden und geschützt an einem schattigen Ort im Freien stehen. Nach der Keimung im Frühjahr sollte man ihn in Töpfe oder direkt ins Freiland vereinzeln. In der Wachstumszeit (Feb.-Mai) mag er es leicht feucht, während er den Rest des Jahres nur sehr sparsam gegossen werden sollte. Weitere Informationen zum Umgang und zur Verwendung von Bärlauch findet ihr auf unserer Internetseite.

Ausführliche Pflanzanleitung: Bärlauch (Waldknoblauch)

Knoblauch gilt seit vielen hundert Jahren, wenn nicht seit der Antike als lecker und gesund. Wobei diese Aussage vielleicht ein wenig überzogen ist, denn es soll ja auch Menschen geben, die diesem Geschmack nichts abgewinnen können. Vielen ist er einfach zu kräftig. Vielleicht sollten es diese Feinschmecker mal mit Bärlauch versuchen, dem sogenannten Waldknoblauch! Das Aroma von Bärlauch geht zwar ein wenig in dieselbe Richtung, allerdings ist der Geschmack doch ein wenig frischer als bei herkömmlichem Knoblauch. Wenn du Bärlauch nicht unmittelbar nach der Ernte benutzt, verfliegt die Knoblauchnote weiter, dafür sorgt die satte Menge an Chlorophyll, die sich im Bärlauch befindet. Wer ohnedies schon knoblauchaffin ist, dürfte indes auch am Bärlauch reichlich Gefallen finden. Für den gilt: Ab mit dem Waldknoblauch ins heimische Beet!

Was den Waldknoblauch so besonders macht

Bärlauch ist, dazu weiter unten mehr, zunächst einmal ein Pflanze, die hart im Nehmen ist und dem Säenden gegenüber – also dir – nachsichtig, auch wenn du nicht alle Pflanzkriterien bedingungslos erfüllst. Die Blätter geben einen köstlichen Duft von sich. Für den Fall, dass du Bärlauch (der auch in der Natur vorkommt) erst einmal probieren möchtest und ihn im Frühling im Wald suchst, dann sei gewarnt: Nicht nur das Laub der Herbstzeitlosen, die sich im Frühjahr entwickeln, sind giftig und jenen des Bärlauchs sehr ähnlich. Auch die Blätter des Maiglöckchens sind toxisch und werden oft für Bärlauch gehalten. Die Giftmengen sind jeweils beträchtlich und haben schon einige Menschen das Leben gekostet.

Damit zu Erfreulicherem, nämlich den vielseitigen Möglichkeiten, wie du Bärlauch verwenden kannst. Als eigenständiges Gemüse ist es sogar eine komplette Beilage, häufiger jedoch machen wir in der Küche Dips, Pesto oder Kräuterbutter daraus. Auch in einem Frühlingsquark schmeckt Bärlauch gut, dabei kannst du ihn sogar als Ersatz für Schnittlauch verwenden. Wenn du auf den Geschmack stehst, dann bist du gut beraten, frischen Waldknoblauch zu verwenden, indem du ihn kleinschneidest und unter das Pesto, den Salat oder die Butter mischst. Wird Bärlauch erwärmt, gibt er einiges von seinem Geschmack ab.

Was du zum Anpflanzen wissen musst

Humoser Boden, der schön durchlässig ist, ein höchstens halbsonniger Standort und gern ein feuchter Böden, das beschert dem Bärlauch Freude. Andere Laucharten streiken bei Feuchtigkeit gern, Bärlauch aber ist da hart im Nehmen. Wenn deutlich mehr Schatten herrscht als Sonne, so ist das dem Waldknoblauch gerade recht. Ach ja, nicht unwesentlich ist auch die Jahreszeit. Es schadet nichts, den Bärlauch im Winter auszusäen, er ist ein Kaltkeimer und hat nicht einmal etwas gegen Frost in der Keimphase.

Die Samen gräbst du plusminus fünf Zentimeter tief in den Boden ein und bedeckt sie mit einer humosen Erdschicht. Wenn es in deiner Umgebung viele Vögel gibt, dann bedeckst du die Aussaat mit Reisig, sonst graben einige Vogelarten die Samen bald wieder aus. Der Pflanzabstand ist mit 15 Zentimeter in jede Richtung ausreichend bemessen. Wenn sich der Frühling ankündigt, regt sich auch der Waldknoblauch im Boden. Die Samen beginnen zu keimen und rasch kommt es zur Bildung von Blättern und Zwiebeln. Diese helfen dem mehrjährigen und ausdauernden Bärlauch dabei, sowohl kalte Winter als auch trockene Sommer zu überstehen.

Bärlauch richtig pflegen und ernten

Dennoch – gegossen werden will der Bärlauch schon ab und an. Klar, in der freien Wildbahn muss die Pflanze es so nehmen, wie es kommt. Aber gerade in Süddeutschland, wo der Bärlauch eher anzutreffen ist als im Norden, sind auch die sommerlichen Niederschlagsmengen so regelmäßig, dass der Waldknoblauch auch außerhalb des Gartens überlebt. In längeren Trockenzeiten kannst du zuhause natürlich nachhelfen. Sorg‘ dafür, dass das Erdreich immer halbwegs feucht bleibt. Mehr musst du nicht beachten. Im Winter kannst du Bärlauch ohne Bedenken sich selbst überlassen.

Geerntet wird Bärlauch übers ganze Jahr. Um immer frischen Waldknoblauch zu bekommen, solltest du natürlich beim Ernten nur so viel Bärlauch abzupfen, wie du auch wirklich benötigst. Am nächsten Tag kannst du ja bereits wieder frisch ernten. Es ist übrigens ein Ammenmärchen, dass Bärlauch nach der Blütezeit im April und Mai giftig wird oder nicht mehr schmeckt. Was nach der Blüte passiert: Die Blätter werden etwas faseriger als vorher und verlieren nur etwas an Geschmack.