Maggikraut (Liebstöckel)

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015-086
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Duft und Geschmack des "Maggikrauts" haben große Ähnlichkeit mit der, von Julius Maggi im Jahr 1885, entwickelten Gewürzsoße. Daher wird es auch als “Maggikraut” bezeichnet. Doch tatsächlich ist in dem Gewürz kein "Maggikraut" enthalten. Unsere Großmütter nannten das Pflänzchen auch nicht "Maggikraut", sondern Liebstöckel. Durch sein kräftig-würziges Aroma, das an Sellerie und Suppengrün erinnert, gaben sie Suppen, Salaten und Quarkspeisen, aber auch Fisch- und Fleischgerichten eine ganz besondere Note. Heute ist es eines der am meisten unterschätzen Gewürzkräuter.


Dieses Saatgut ist BIO zertifiziert
(DE-ÖKO-006)

Eigenschaften

Pflanzeninformationen
Erntezeit Erntezeit: Zwei- bis dreimal im Jahr
Nährstoffbedarf Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Botanischer Name Botanischer Name: Levisticum officinale
Wuchshöhe Wuchshöhe: 30 - 50 cm
Lebenszyklus Lebenszyklus: mehrjährig
Farbwelt Farbwelt: Grün
Verwendung Verwendung: Schmeckt in Suppen, rustikalen Eintöpfen und Soßen. Auch als Tee sehr lecker und gesund
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Pflanzanleitung auf dem Umschlag

Liebstöckel ist eine sehr genügsame Pflanze. Sie liebt sonnige bis halbschattige Lagen, mag nährstoffreiche und regelmäßig bewässerte Böden. Beim Gießen ist Staunässe jedoch ebenso zu vermeiden wie vollständige Austrocknung der Erde. Als Düngung genügt etwas Kompost oder organischer Langzeitdünger. Die Aussaat erfolgt im Frühling in Töpfe oder direkt ins Freiland. Geerntet werden vornehmlich junge Blätter in der Zeit vor der Blüte. Liebstöckel wächst mehrjährig und ist frosthart. Da er nicht zu den immergrünen Kräutern zählt, ist es normal, dass sein Laub zum Winter verwelkt und im Frühjahr neu austreibt.

Ausführliche Pflanzanleitung: Maggikraut (Liebstöckel)

Wo bei anderen Pflanzen meist zuerst die Frage nach dem Boden, der Bewässerung und der Sonneneinstrahlung steht, muss sie beim auch als Liebstöckel bekannten Maggikraut anders formuliert werden: Wie viel Platz ist noch in deinem Beet? Denn so pflegeleicht und einfach zum Anbauen dieses Kraut auch ist, wächst es – gelinde gesagt – doch ziemlich raumgreifend. Als sogenannter Starkzehrer laugt es den Boden ziemlich aus. Der Standort selbst ist dem Liebstöckel zwar nicht grad egal, aber die Anforderungen sind nicht besonders hoch. Halbschattig bis sonnig sollte er sein, wobei mehr Sonne als Schatten nicht schadet. Dann braucht die Pflanze aber auch mehr Wasser, logisch.

Maggikraut entzieht der Konkurrenz Nährstoffe

Weil das Kraut den Konkurrenten im Garten, sollten diese einander zu nah sein, gern die überlebensnotwendigen Nährstoffe raubt, sollte der Abstand zu anderen Pflanzen etwa einen Meter betragen, wenn du die Setzlinge in die Erde eingräbst. Oder aber du arbeitest eine Wurzel- bzw. Rhizomsperre in den Boden ein, damit sich die Wurzeln nicht ungehemmt ausbreiten können. Natürlich kannst du das Maggikraut auch in große Töpfe setzen und diese ins Erdreich einbuddeln. Der Boden sollte, ob frei im Beet oder in einem Topf, in jedem Fall durchlässig sein und ziemlich tiefgründig. Etwas Kalk und viel Humus, ein neutraler pH-Wert und die Fähigkeit, Wasser zu speichern, sehr viel mehr bedarf es nicht, um es für das Kraut heimelig zu machen. Wenn du einen sandigen Boden hast, dann kannst du gern etwas Lehm druntermischen; ist der Boden dagegen lehmig, dann misch‘ ihn mit Sand.

Sehr ergiebig

So raumgreifend, wie Maggikraut ist, so dankbar zeigt es sich auch in Sachen Ergiebigkeit. Die Aussaat ist übrigens im ganzen Jahr möglich, das geht auch mit frischen Samen, die du der reifen Pflanze entnimmst. Zum Vorziehen gibst du die Samen in kleinere Töpfe, die du dann ins Beet (oder in größere Töpfe) umsetzt, sobald die keimenden Pflanzen eine Größe von etwa 15 Zentimetern erreicht haben. Wenn ein paar Keimlinge schwächer bleiben, dann kannst du sie gleich aussortieren – sie werden eh nicht durchkommen. Konzentriere dich lieber auf die Exemplare, die von vornherein robust sind.

Pflege, Ernte und Verwendung

Wie schon erwähnt: Liebstöckel zehrt den Boden ziemlich aus. Und dieser Prozess ist nicht einfach mit Dünger wieder gutzumachen. Dass bedeutet jedoch nicht, dass du gar nicht düngen musst – zweimal im Jahr jeweils 1,5 bis zwo Kilo Dünger sind schon nötig, einmal im Frühjahr und einmal im Spätsommer oder Frühherbst. Wenn die Pflanze noch klein ist, dann hilfst du einmal im Monat mit einem flüssigen Dünger nach. Ach ja, natürlich sollte es biologischer Dünger sein, den du verwendet, immerhin willst du das Kraut später ja essen. Gießen solltest du regelmäßig, denn wenn das Maggikraut zu trocken wird, dann verliert es an Geschmack, was du spätestens nach der Ernte feststellst. Das Maggikraut musst du übrigens nach der Saison ausgraben und umsetzen. Der Boden muss sich jetzt vier (!) Jahre lang erholen, bis das Verhältnis der Nährstoffe wieder ausgewogen ist.

Wenn du Maggikraut dann in der Küche verwendest, sei gewarnt, denn es hat, wenn es richtig gegossen wurde, einen starken Geschmack. Was auch immer du daraus machst, ob in Aufläufen, Salaten, Eintöpfen, Suppen oder Saucen zu Fisch und Fleisch, nimm nicht zu viel, würze lieber nach. Die frisch geernteten Blätter zerkleinerst du ganz einfach mit dem Messer und gibst sie zum Essen dazu. Schädlinge kommen dem Liebstöckel nicht zu nah, der starke Geruch und Geschmack schrecken die Schmarotzer eher ab. Auch Krankheiten treten so gut wie nie auf.