Oregano "Kreta"

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015-043
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Aus dem Griechischen abgeleitet bedeutet Oregano „Freude der Berge“. Die Vielschichtigkeit seines Aromenspiels macht ihn nicht nur einzigartig, sondern auch sehr verführerisch. Seine fruchtige Säure, eine leicht bittere Röstnote und die warme, süßliche Schärfe sind unverkennlich. Er harmoniert gleichermaßen mit fruchtigem Gemüse, gebratenem Fleisch und Fisch, sowie mit feinsäuerlichen Leckereien wie Oliven, Mozzarella und Schafskäse. Das macht Oregano zum Pizzagewürz schlechthin.

Eigenschaften

Pflanzeninformationen
Erntezeit Erntezeit: ganzjährig
Nährstoffbedarf Nährstoffbedarf: Schwachzehrer
Botanischer Name Botanischer Name: Origanum hirtum
Wuchshöhe Wuchshöhe: 25-30cm
Lebenszyklus Lebenszyklus: mehrjährig
Farbwelt Farbwelt: Grün
Verwendung Verwendung: Küchenkraut zum Würzen von Speisen.
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Pflanzanleitung auf dem Umschlag

Oregano ist mehrjährig und wächst am liebsten auf lockerem und humosem Boden. Er bevorzugt einen sonnigen Standort. Staunässe sollte zwingend vermieden werden und ein regelmäßiger Schnitt hilft sein kräftiges Aroma zu bewahren. Er erreicht eine Höhe von 30-50 cm.

Ausführliche Pflanzanleitung: Oregano "Kreta"

Es gibt ein Küchengewürz aus der Familie der Lippenblütler, da scheiden sich zumindest in der deutschen Küche die Geister. Während Oregano in mediterranen Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland fast immer für Gerichte mit Tomaten, für Aufläufe, Nudelsaucen, Fleisch und zu Fisch verwendet wird, hinken Hobbyköche in unseren Breitengraden bei der Nutzung dieser Gewürzpflanze etwas hinterher. Warum eigentlich? Das spezielle Aroma verleiht manchen Speisen ja erst ihre Raffinesse. Eine Lasagne oder eine Pizza ohne Oregano – auch als Dost oder Wilder Majoran bezeichnet – ist doch schwer vorstellbar. Und ganz ehrlich: Natürlich sind das keine originär deutschen Gerichte. Aber wir essen sie doch mindestens so oft wie die Italiener selbst. Du nicht auch?

Viel Licht und wenig Wasser

Wenn dir jetzt das Wasser im Munde zusammenläuft, dann verlier‘ besser keine Zeit. Wenn du die paar Zeilen hier gelesen hast, bist du nämlich in der Lage, schon in wenigen Monaten selbst angebauter Oregano zu pflücken und frisch zu verwenden. Oder zu trocknen. Auch dann behält das Kraut nämlich seinen tollen Geschmack. Aber der Reihe nach. Zunächst beginnt die Vorzucht, und zwar um Ende Januar, Anfang Februar herum. Dazu legst du die Oregano-Samen auf die angefeuchtete Erde im Topf und drückst sie ein wenig an. Auf keinen Fall mit Erde bedecken, Oregano ist ein Lichtkeimer, der ohne Tageslicht nicht wächst.

Als Substrat verwendest du einen Boden, der locker ist und sich nicht verdichtet. Normale Gartenerde ist prima. Mit Sand oder kleinen Kieseln lockerst du das Erdreich zusätzlich auf, Lehmpulver hilft dem Boden dabei, das Gießwasser zu speichern. Staunässe gilt es indes zu vermeiden. Nach nicht einmal einer Woche solltest du die ersten Keimlinge haben, und sie wachsen recht zügig weiter. Dem Oregano genügt während der kompletten Anbauphase, also bis hin zur Ernte, ein mäßig feuchter Boden. Nachgießen solltest du erst, wenn die oberste Erdschicht schon trocken geworden ist. Denn aus seiner ursprünglichen Heimat, dem Mittelmeerraum, ist Oregano an regenarme Perioden durchaus gewohnt. Aber eben auch an viel Sonne.

Ab ins Beet

Oregano Saatgut von den Saatgeschwistern

Wenn im April die ersten wirklich wärmenden Sonnenstrahlen eintreffen und die Keime so fünf bis zehn Zentimeter hoch sind, dann liebt der Oregano es, wenn du ihn pikierst, also in einzelne Töpfe umsetzt. Die Töpfe stellst du mittags ein paar Stündchen in die Sonne. Schließlich soll sich Oregano an draußen gewöhnen. Eigentlich ist er ja winterhart – aber eben nicht als Keimling. Die kommenden kalten Jahreszeiten kannst du das Kraut bedenkenlos draußen im Beet überwintern lassen. Apropos Beet: dorthin geht es, wenn es dauerhaft warm ist, also im Mai. Außerdem sind die Jungpflanzen jetzt robust genug, dass sie auch dann überleben, wenn es doch noch einmal kälter wird. Ansonsten, ganz klar, liebt es diese Gewürzpflanze warm. Kommt schließlich aus südlichen Gefilden. Beim Umpflanzen in das Beet musst du lediglich darauf achten, dass die Abstände zwischen den wucherfreudigen Pflanzen so um die 25 Zentimeter beträgt, wenn Platz ist, dann gern noch mehr. Die Gartenerde ist der Oregano ja schon aus dem Topf gewohnt. Solltest du partout keine Lust aufs Umsetzen haben: Ruhe bewahren und im Topf lassen. Dort erreicht er zwar die Maximalgröße von bis zu einem halben Meter nie, trägt aber dennoch ordentlich Blätter.

Erntezeit – und dann?

Es ist ratsam, den Oregano dann zu ernten, wenn er blüht, also etwa von Juli bis September. Du kannst das Gewürz frisch verwenden, Trocknen oder Einfrieren. In allen Fällen ist vorheriges Waschen angesagt. Am besten, du pflückst Stiel und Blätter komplett ab. Denn um sie fürs nächste Jahr fitzumachen, solltest du sie direkt nach dem Ernten vollständig zurückschneiden, und zwar bis zwei, drei Zentimeter über der Erde.

Was das Überwintern angeht, so haben wir ja erwähnt, dass Oregano frostfest ist. Allerdings schadet es den Pflanzen im Beet nicht, wenn du sie mulchst, also mit organischem Material anhäufelst. Reisig, Laub, Rindenmulch oder Sägespäne eignen sich dazu bestens. Wenn du den Oregano im Topf gezogen hast, dann tust du gut daran, die Kübel über den Winter reinzustellen. Denn das begrenzte Volumen an Topferde bedeutet auch eine begrenzte Menge an Nährstoffen. Und die ist durch das Anwachsen der Pflanze meist komplett verbraucht. Also: Kübel ins Haus holen und die Erde etwas düngen. Und ansonsten viel Spaß mit dem vielseitigen Speisenverfeinerer!