Physalis "Peru"

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015-050
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Im Spätsommer hängt die Natur ihre Lampions auf. Darin versteckt, leuchtend orange Früchte mit verführerischem Duft und zuckersüßem Geschmack, gepaart mit einem leicht säuerlichen Aroma. Die Früchte der Physalis schmecken nach Ananas, Stachelbeere und Maracuja. Die Physalis, auch Andenbeere genannt, stammt ursprünglich aus Südamerika und hat es geschafft, die Herzen bis ins entfernte Europa zu erobern. Der Anbau ist einfach und wird fast immer mit einer reichen Ernte belohnt.

Eigenschaften

Pflanzeninformationen
Erntezeit Erntezeit: September bis Oktober
Nährstoffbedarf Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Botanischer Name Botanischer Name: Physalis peruviana
Wuchshöhe Wuchshöhe: 100-150 cm
Lebenszyklus Lebenszyklus: Mehrjährig
Farbwelt Farbwelt: Orange
Verwendung Verwendung: zum naschen von der Pflanze, für Marmeladen und Gelees
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Pflanzanleitung auf dem Umschlag

Die Physalis ist eine starkwüchsige, einjährige Pflanze, die mit nur geringem Aufwand auch in Mitteleuropa im Freien angebaut werden kann. Ab Ende Februar sollte man die Pflanzen auf einer sonnigen Fensterbank vorziehen und sie, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind, ins Freie setzen. Die Sämlinge sollten vorsichtig an die Sonne gewöhnt werden, während die erwachsene Pflanze am liebsten in der prallen Sonne steht. Normale Gartenerde ist für die Physalis bestens geeignet und ihr Wasserbedarf ist mittel bis hoch. Reife Andenbeeren erkennst Du an ihren pergamentartig eingetrockneten Lampionhüllen.

Ausführliche Pflanzanleitung: Physalis "Peru"

Was haben die Andenbeere, die Kapstachelbeere, die Goldbeere, die Korallenkirsche und die Physalis gemeinsam? Na? Ganz einfach, es handelt sich dabei um das gleiche Nachtschattengewächs. Deswegen ist die Physalis, die weltweit immerhin etwa 90 Arten zählt (die meisten sind in Amerika heimisch), auch mit der Tomate verwandt. Es gibt sogar eine Physalisart, die „Tomatillo“ heißt – nicht zuletzt, weil sie aussieht wie eine kleine Tomate. In unseren Breiten kennen wir die Physalis als kirschenförmige, orangefarbene Frucht, die hierzulande meist lediglich als Deko von Desserts ihr Dasein fristet. Wie wäre es denn, wenn du das änderst? Denn obwohl es die Kapstachelbeere bei uns im Supermarkt eher selten zu kaufen gibt, ist der Anbau ziemlich einfach. Er lohnt sich, weil die Früchte nicht nur dekorativ sind, sondern auch sehr aromatisch. Nicht zu süß, nicht zu sauer. Und noch dazu gesund.

Wärme und Sonne, mehr braucht sie nicht

Eine reife Physalis am Strauch

Immerhin enthält das Obst Beta-Carotin, die Vitamine B1 und C sowie Mineralstoffe, Fettsäuren und Eisen. Was den Anbau betrifft, so könnte man salopp gesagt behaupten: Wenn du dir zutraust, Tomaten selbst anzupflanzen, dann solltest du vor der Physalis auch nicht zurückschrecken. Es gibt nicht sehr viel, was du falsch machen kannst. Die anspruchslose Haltung und die Robustheit der Pflanze lassen kaum Fehler zu. Sie verzeiht sogar nährstoffarme Böden. Nährstoffreich ist dennoch besser, logisch.

Zunächst sollte ein passender Topf her, nicht zu klein im Durchmesser. Den Pott befüllst du mit Anzuchterde, die einen niedrigen pH-Wert hat, da die Samen dort besser keimen. Bei der Aussaat (zwischen Februar und April) solltest du an Physalis-Samen nicht sparen, damit erhöhst du die Chance, dass ein paar starke Keime darunter sind. Jetzt kommt auch schon der wichtigste Aspekt: die Temperatur. Physalis liebt die Wärme, schon bei Temperaturen unter 20 Grad fühlt sich die Andenbeere sehr unwohl. Als Standort kommen daher nur die geheizte Fensterbank oder gleich das Gewächshaus in Frage. Das bedeutet, dass die Umpflanzung in den Garten erst erfolgt, wenn es draußen dauerhaft warm genug ist.

Pikieren, umtopfen und auspflanzen

Wenn die ersten Sprossen schießen und etwas kräftiger sind, geht es ans Pikieren. Dabei bringst du die Sämlinge, die du behalten möchtest, einzeln in Gefäßen unter, die einen Durchmesser von mindestens acht Zentimetern haben sollten. Was zusätzliche Arbeit bedeutet, aber auch die Entwicklung der Physalis beschleunigt: das nochmalige Umtopfen in etwas größere Töpfe, sobald die Pflanzen nach dem Pikieren ein gutes Stück gewachsen sind. Jetzt heißt es nur noch zu warten, bis die Frostgefahr im Mai endgültig dahin ist, dann kannst du die Kapstachelbeere ins Beet umsetzen. Achte darauf, dass die Abstände der einzelnen Triebe nicht zu gering sind; 70 Zentimeter sollten es schon sein. Besser gleich ein ganzer Meter.

Ganz wichtig ist jetzt viel Sonne, düngen musst du nicht besonders. Da reicht ein bisschen Kompost. Wenn es ein trockener Sommer wird: kein Problem, eine kleine Dürreperiode übersteht Physalis ohne Probleme. Wenn du aber regelmäßig wässerst, wird sie es dir dennoch danken, indem sie wesentlich mehr Früchte produziert. Aber wann sind die Beeren eigentlich reif?

Ernte und Überwinterung

Sobald die lampionartige Hülle – daher auch der Name des europäischen Vertreters der Physalis, die Lampionblume – trocken erscheint und aussieht wie Pergament, sind die Früchte bereit zur Ernte. In unseren Breiten musst du dich damit bis Mitte September gedulden, bei frühem Nachtfrost ist es daher ratsam, sie schnell in große Kübel umzutopfen und ins Warme zu bringen. Wenn alle Beeren abgeerntet sind, verstaust du die Bottiche bei recht niedrigen Temperaturen in ihrer Winterbehausung, vielleicht im Keller. Dafür solltest du jedoch sämtliche Blätter entfernen. Ab und an gießen ist auch im Winter wichtig, wenn du möchtest, dass deine Korallenkirschen im nächsten Jahr frisch und erholt neu austreiben.