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Artikelnr.
015-087
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Ein warmer Sommerabend, in der Hand ein Bier und auf dem Grill ein brutzelnder Maiskolben. Halt, ein Maiskolben? Richtig, die typische BBQ-Beilage aus den USA erfreut sich auch bei uns immer größerer Beliebtheit. Und das zurecht. Ein gegrillter Maiskolben garniert mit zerlassener Butter ist die ideale Kombination aus rauchig, süß und deftig. Aber auch andere Gerichte rundet unser Zuckermais durch seine knallige Farbe und seinen mild-süßlichen Geschmack ab, zum Beispiel Chilies, Burritos und Enchiladas.

Eigenschaften

Pflanzeninformationen
Erntezeit Erntezeit: Juli bis September
Nährstoffbedarf Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Botanischer Name Botanischer Name: Zea mays convar.saccharata
Wuchshöhe Wuchshöhe: bis zu 2 Meter
Lebenszyklus Lebenszyklus: einjährig
Farbwelt Farbwelt: Grün / Gelb
Verwendung Verwendung: Am besten frisch geerntet essen oder grillen. Schmeckt aber auch in Salaten oder als Suppe
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Pflanzanleitung auf dem Umschlag

Mais braucht einen nährstoffreichen, tiefgründigen und durchlässigen Boden in windgeschützter, sonniger Lage. Nach etwa 10-stündigen Vorquellen in lauwarmen Wasser kommen die Saatkörner Ende Mai mit der Spitze nach unten etwa 4cm tief direkt im Freiland in die Erde. Der Reihenabstand sollte mindestens 60cm und der Abstand zwischen den Pflanzen 30cm betragen. Als Starkzehrer sollten die Pflanzen regelmäßig gedüngt werden. Sie müssen außerdem regelmäßig, aber sparsam gegossen werden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Gegen Ende Juli kann geerntet werden. Reife Maiskolben erkennt man daran, dass sie die „Barthaare“ an den Kolben langsam braun einfärben.

Ausführliche Pflanzanleitung: Zuckermais

Viele Maissorten werden, und das ist ein wenig schade, in Europa oft nur zu Viehfutter verarbeitet. Kann sein, dass es daran liegt, dass der Mais sehr mehlig wird und auch so schmeckt, wenn der Kolben reif ist. Bei Zuckermais ist das nicht der Fall. Das auch als Süßmais bekannte Getreide verliert den süßlichen und leckeren Geschmack erst, wenn du abgeerntet hast und den Mais dann nicht sofort verzehrst. Wenn die geernteten Kolben noch eine Weile herumliegen, dann verwandelt sich der Zucker im süßen Mais nämlich auch zu Stärke, was die kleinen gelben Früchte wiederum mehlig werden lässt. Und die Süße ist dann natürlich ebenfalls verloren. Wenn du den Mais aber rechtzeitig isst, dann nimmst du ganz schön Energie auf. Der Zuckeranteil in den Körnern liegt nämlich bei 15 Prozent – und zu immerhin drei Prozent bestehen sie aus Eiweiß. Auch Mineralstoffe und Vitamine sind reichlich vorhanden. Wie du den Mais zu dir nimmst, bleibt natürlich dir überlassen. Ob Maiskörner im Salat, gekocht mit Erdnussbutter nach US-Vorbild oder als gegrillter Kolben mit Salzbutter, die Paarung von deftigen Aromen mit dem süßen Geschmack ist einfach toll.

Abstand zu den Artgenossen

Bevor du dich entscheidest, Zuckermaisbauer zu werden, erkunde deine nähere Umgebung. Wenn Maisfelder in der Nähe sind, die von der Agrarwirtschaft genutzt werden, dann wird es schwierig mit dem Anbau für dich. Denn Mais bestäubt anderen Mais, auch sortenübergreifend. Für den Zuckermais ist das natürlich nicht von Vorteil. Wenn ein paar hundert Meter Abstand zwischen zwei Feldern herrscht, genügt das aber in der Regel. Maizeit ist Maiszeit: Vorbereitungen und Aussaat

Wenn es langsam Mai wird und kein Rückfall in frostige Zeiten droht, dann präparierst du zunächst einmal den Boden. Pro Quadratmeter brauchst du mindestens zwei, besser drei oder vier Liter gut gereiften Kompost sowie 60 bis 80 Gramm Hornmehl. Ein humusreicher Boden mit vielen Nährstoffen ist von Vorteil, weil Mais – ganz gleich, welche Sorte – eine Pflanze ist, die den Boden auszehrt. Das Aussäen ist dann ziemlich einfach, alle paar Zentimeter im Abstand einer Handspanne vom Daumen zum Zeigefinger setzt du ein Maiskorn in den Boden ein, in den du vorher noch eine Rille gräbst, nur wenige Zentimeter tief. Wenn du mehrere Reihen anbauen willst, dann lässt du zwischen ihnen einen guten halben Meter Platz.

Sieh zu, dass der Standort außerdem so beschaffen ist, dass der Mais auch nach oben hin Platz hat. Die Maisstauden erreichen bis zu zwei Meter Höhe, am besten haben sie die volle Sonne. Wenn dein Garten es erlaubt, dann kannst du den Mais auf der Nordseite deines Beets anbauen. So nimmt er den anderen Pflanzen die Sonne nicht weg. Wenn der Mais noch klein und jung ist, dann zwischen den Reihen noch Spinat pflanzen, Radieschen, Salat oder etwas Ähnliches. Später beansprucht der Mais den Boden zu stark, dann gedeiht neben ihm nichts mehr. Wenn du in einer rauen und kalten Gegend wohnst, kannst den Zuckermais auf der Fensterbank anzüchten; einfach Gemüse- oder Anzuchterde in einen Topf, ein Maiskorn genügt dann schon. Die Körner gedeihen nämlich ziemlich zuverlässig. Mit einer Frischhaltefolie deckst du die Töpfe ab und sorgst nur dafür, dass die Erde bis zur Aussaat nach dem Frost schön feucht bleibt.

Zuckermais pflegen und ernten

Auch das ist kein Hexenwerk. Bilde einfach einen Mulch aus altem Laub und gemähtem Rasen, das sorgt dafür, dass sich kein Unkraut ins Beet verirrt. Wenn der Mais etwa einen halben Meter hoch ist, dann düngst du erneut mit Kompost und gibst Hornmehl dazu. Sollte es eine Dürreperiode geben, dann musst du natürlich gießen, obwohl Mais sehr resistent gegen Trockenheit ist. Die Ernte fällt dann allerdings schmaler aus als gewöhnlich. Dass der Mais reif ist, erkennst du an den Fäden in den Kolben. Haben sie eine rot-braune Färbung, dann ist es soweit. Die Körner sind jetzt ideal zum Verzehr geeignet, sie sind außen knackig und innen weich – man nennt das die Milchreife, warum auch immer. Beeil dich jetzt besser, sonst picken dir die Vögel alle Körner weg.

Nach der Ernte schneidest du die Pflanzen ganz zurück bis knapp über den Boden. Schädlinge wirst du in der Regel nicht entdecken. Darauf solltest du aber ein Auge haben, wenn du den Mais frisch ausgebracht hast – für einige Schneckenarten gibt es offenbar nichts Besseres.