Bienenwohl 2.0: Es lebe die Biene

Bienenwohl 2.0: Es lebe die Biene

01.07.2020

Grüner Leben

Bienenwohl 2.0. Nach dem großen Erfolg des ersten Halbjahr 2020, wollen wir auch weiterhin einen Teil des Erlöses unserer Bienenwohl-Produkte an einen guten Zweck spenden. Mellifera e.V. hat sich über 1535,06 € gefreut; von Juli-Dezember 2020 sammeln wir das Geld für die Aurelia-Stiftung. Nie gehört? Dann wird es höchste Zeit! Denn die Aurelia Stiftung setzt sich nicht nur aktiv für den Bienenschutz ein, viel mehr noch: sie versteht sich als “Anwältin der Bienen”. Wir haben mit Daniela von der Aurelia Stiftung gesprochen und sie ein wenig ausgequetscht. Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen: 

Welche Menschen stecken hinter der Aurelia Stiftung?

"Wir sind ein kleines Team von 11 Bienenfreunden und einer Bienenfreundin. Wir sind Umweltliebhaber, Blütenbestäuberverehrer und Biodiversitätsanhänger."

Und wer macht was genau bei euch?

"Das Team en Detail:

  • Jan und Christian sind Spezialisten für Wildbienen (Jan ist den haarigen Tierchen völlig verfallen – manchmal wirft er sich beim Weg zum Mittagessen einfach auf die Wiese, weil er glaubt, eine seltene Hummel gesehen zu haben).
  • Johann ist unser Agrarreferent, kompetent in allen Fragen rund um die Landwirtschaft und selbst Imker mit inzwischen 25 Völkern. Er ist auch unser Mann bei der Volksinitiative Brandenburg „ Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ und mit im Organisations-Team der  Europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“.
  • Leonard ist unser Neuzugang. Er ist Geschäftsführer und kam Anfang März zu uns. Er hat den Schreibtisch übervoll und schlägt sich wacker durch die neuen Themen und die Veränderungen durch Corona.
  • Bernd ist Campaigner zum Thema „genveränderte Biene“. Ein „alter Hase“ im Bereich Kampagnen und Grafik.
  • Zweiter Vorstand ist Rainer, der diese Aufgabe im Ehrenamt übernommen hat. Er ist Hobbyimker, Kurator und zaubert für Filme Kulissen mit Schwerpunkt Pflanzen und Bäume.
  • Florian ist unser Mann für die Öffentlichkeitsarbeit, kein Imker, sondern Angler. Der Satz, mit dem er sich während seines Vorstellungsgeprächs verewigt hat war: Ich möchte Teil der Lösung sein.
  • Wenzel ist unser FÖJ-ler, ein absoluter Glückgriff. Er ist schlau und super motiviert, was ihn zu einem echten Allrounder macht. Wir genießen die letzten Monate mit ihm in vollen Zügen.
  • Initiator, Vorstand, Kopf und pulsierendes Herz der Stiftung ist Imkermeister Thomas Radetzki. Er hat (O-Ton Thomas) sein Leben den Bienen verschrieben und ist nach über 40 Jahren Arbeit rund um die Themen Biene-Biodiversität-Umwelt und Landwirtschaft mit (fast) allen Wassern gewaschen. Er geht nächstes Jahr offiziell in Rente, was sich niemand so richtig vorstellen kann – er auch nicht.
  • Die momentan (!) einzige Frau im Team bin ich, Daniela Maul-Radetzki. Ich bin Referentin des Vorstands, pflege unter anderem unsere Bedankungskultur, mache Textarbeit und Veranstaltungsorganisation und habe auf unserem Instagram-Kanal meine eigene Kolumne. „Aurelia Columna“. Von Hand gezeichnete Illustrationen zu aktuellen Bienenthemen – schaut doch mal vorbei…"

An welche großen Erfolge denkst du gern zurück?

"Da gibt es einige… hier drei davon:

  1. Letztes Jahr haben wir im Rahmen von Thomas Radetzki´s Bundestagspetition "Pestizidkontrolle JETZT!“ sehr erfolgreich über 70.000 Unterschriften gesammelt. So kam es zu einer Anhörung im deutschen Bundestag
  2. Anfang Juni waren die mündlichen Verhandlungen zu Neonicotinoiden in Luxemburg. Wir sind den langen Weg (7 Jahre) mit befreundeten Imkerverbänden gegangen, durch alle Instanzen - gegen den Chemie-Riesen Bayer. Wenn wir gewinnen, wäre das ein Meilenstein im Kampf gegen Pestizide zum Wohle der Blütenbestäuber und unserer Umwelt. Das Urteil wird noch dieses Jahr erwartet und wir sind ganz hoffnungsfroh gestimmt. So würde Umweltschutz VOR Industrie-Interesse gehen, endlich. Übrigens sind die Verfahren enorm kostenaufwendig – wir brauche hierfür dringend finanzielle Unterstützung.
  3. Gerade ist das Buch „Inspiration Biene“ unseres Vorstands Thomas Radetzki im KlettMint Verlag erschienen. Ein wahrer Schatz für Kenner und solche, die es werden wollen. Vorsicht: Inspirationsgefahr!"

Was ist für die Zukunft schon fest geplant?

"Da fällt mir direkt etwas ein, das auch zu Euren Themen passt: Pestizide in Haus- und Kleingärten sind ein Riesenproblem für unsere Bestäuber. Wir kämpfen für ein Verbot dieser Mittel, die die Industrie verharmlosend als Pflanzenschutzmittel bezeichnet. In Frankreich ist das längst der Fall.

Ein weiteres Projekt, das uns auch besonders am Herzen liegt, heißt schützt die Biene vor Gentechnik. Die Biene ist ins Fadenkreuz der „neuen Gentechnik“ geraten. Unter dem Vorwand sie schützen zu wollen, greifen Biotechnolog*innen bereits jetzt tief ins Erbgut der Honigbiene ein. Mit sogenanntem „Genome Editing“ soll das nach Rind und Schwein drittwichtigste Nutztier gentechnisch „optimiert“ werden. Gerade sammeln wir Unterschriften für eine Petition an die Bundesregierung."

Wenn du es dir aussuchen könntest, wie sähe deine Utopie aus?

"Etwas romantisch ausgedrückt: eine blühende Landschaft, in der es summt und brummt! Die Bewahrung der Artenvielfalt, die das Immunsystem unseres Planeten ist."

Gibt es ein Projekt, was dir besonders am Herzen liegt und warum?

"Besonders nah ist mir das Projekt „Aurelia Bienengarten“. Neben den 12 Bienenstöcken entstehen hier im Garten der Stiftung auch Habitate für allerlei Wildbienen. Die Wildbienen sind noch viel stärker bedroht, da sie lautlos verschwinden und keinen Imker haben, auf dessen „Intensivstation“ sie liegen können. Der Garten dient zudem als Standort für das Forschungsprojekt „Umweltspäher“ des Neurobiologen Randolf Menzel (FU Berlin), der untersucht, wie Pestizide das Nervensystem der Bienen und damit ihr Verhalten stören."

Wird dafür auch das gesammelte Geld genutzt?

"Nicht nur. Derzeit benötigen wir die Spende vor allem, um weitermachen zu können. Die Corona Krise hat auch uns existentiell getroffen, da unsere Arbeit durch freie Zuwendungen finanziert wird. Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Schiffchen durch diese stürmische See manövrieren. Wir brauchen aber dringend offene Ohren, interessierte Geister, Multiplikatoren und schlicht und ergreifend: finanzielle Unterstützung!"

Wir danken Daniela für dieses offene Gespräch und die Einblicke in das Team und die Arbeit der Aurelia Stiftung. Wir wünschen euch, dass ihr gut durch die nächste Zeit kommt und freuen uns schon darauf, euch mit einer Spende unterstützen zu können! Mehr über die Aurelia Stiftung erfahrt ihr auf der Homepage www.aurelia-stiftung.de. Hier geht es zu unseren Bienenwohl-Seedbombs und zum Bienenwohl-Saatgut. 

Logo Aurelia Stiftung

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