Blumensamen ernten und Saatgut sammeln

blumensamen sammeln
Ganz leicht fühlst du noch die letzten warmen Strahlen der Sonne auf deiner Haut, doch so langsam verblasst du Erinnerung an den schönen Sommer und der Herbst stellt sich ein. Mit Wind und Regen greift er an und macht Klar: Der Sommer ist vorbei. Schon liegt ein Hauch von Abschied, eine Ahnung von Wehmut in der Luft. Die gute Nachricht nicht nur für Gartenfreunde aber ist: Der nächste Sommer kommt bestimmt! Wenn ihr euch auch im kommenden Jahr an euren Gartenblumen erfreuen möchtet, dann haben wir nachfolgend ein paar handfeste Tipps für die Ernte, das Sammeln und die Überwinterung der eigenen Blumensamen!

Auf die Blumen, fertig, los!
Samen von Kapuzinerkresse liegen in einer Hand

Zur Einleitung gleich mal ein Satz für Anfänger, die befürchten, dass diese Hürden zu hoch sind: nur keinen Bammel! Eigentlich kann nichts schiefgehen, wenn ihr befolgt, was ihr gleich lesen werdet – jedenfalls dann, wenn ihr euch auf die richtigen Blumen konzentriert. Die Akelei gehört zu jenen Blumen, deren Samen euch nach dem überwintern nicht im Stich lassen und deren Blüten euch auch im kommenden Jahr erfreuen werden. Dasselbe gilt für den Mohn, die Stockrose oder das Mädchenauge.




Den richtigen Zeitpunkt abpassen

Wenn die Nächte und die Tage wieder in etwa gleich lang sind nach einem farbenfrohen Sommer und die Temperaturen schon den einen oder anderen Sturz in den Keller hingelegt haben, schlägt unseren Gartenblumen unweigerlich das letzte Stündlein. Den einen früher, den anderen später; nicht zuletzt ist in der Frage des Verwelkzeitpunkts auch der Standort entscheidend. Jetzt solltet ihr ganz genau hinsehen und jederzeit bereit sein für die Ernte. Sobald sich die Kapseln der Samen oder die Samenhüllen bräunlich färben, ist der Samen reif und erntefertig. Bevor diese Phase eintritt, ist es wichtig, die Samen zu schützen. Denn erstens gibt’s hungriges Getier im Garten, das gern reife Samen nascht – Vögel zum Beispiel. Und zweitens kann schon ein zarter Windstoß genügen, um die Samen unwiederbringlich in alle Himmelsrichtungen zu verwehen. Besorgt euch rechtzeitig ein paar Papiertütchen und stülpt sie über die langsam welkenden Blüten, so wehrt hungrige Mäuler bzw. Schnäbel ebenso ab wie Windböen.



Vorsicht vor Feuchtigkeit

Allerdings gibt es weitere Fallstricke – und ein ganz entscheidender Pferdefuß ist ein Faktor, auf den wir keinen Einfluss haben: das Wetter. Idealerweise erntet ihr die reifen Samen nach ein paar trockenen Tagen. Sind sie hingegen nass, so steht zu befürchten, dass sie irgendwann später zu schimmeln beginnen. Wenn ihr ganz sichergehen möchtet, dass aus euren Samen im kommenden Jahr etwas wird, dann löst ihr sie aus der Samenkapsel heraus (das solltet ihr sowieso immer machen) und legt sie einzeln auf ein Blatt Papier. Das wiederum lagert ihr ein paar Tage lang so trocken und dunkel wie möglich.

Auf einem Gartentisch liegen Blumensamen in einem Tütchen


Auf diese Weise kann die Feuchtigkeit verdampfen, die womöglich noch in den Samen steckt. Auch eine leere Schachtel Streichhölzer ist ein idealer Ort zum Trocknen. Wie genau ihr die Samen erntet, hängt unmittelbar von der Art des Samenstands ab. Dolden eignen sich zum Abschneiden, die Samen können später einfach abgestreift werden. Hülsenfrüchte sind idealerweise noch nicht aufgesprungen, aber doch dunkel verfärbt und zudem trocken sein. Kapselfrüchte wie Mohn – siehe oben. Trocken ernten oder trocknen lassen und den Samen von der Kapsel trennen.




Überwintern – oder Aussäen

Wie ihr sicher schon herausgelesen habt, ist Trockenheit das entscheidende Kriterium für eure Samen. Jetzt wäre es gut, wenn ihr sie – natürlich getrennt nach Sorte – in kleine Papiertütchen umfüllt und diese sorgfältig beschriftet. In unserem nächsten Blogbeitrag zeigen wir euch ein paar Ideen, wie ihr schöne Saatguttütchen selbst bastelt. Jene Samen, die bei euch überwintern sollen, bevor ihr sie im nächsten Frühjahr aussät, sollten an einem möglichst trockenen und kühlen Ort lagern. So bleiben sie ziemlich lange keimfähig: bis zu drei Jahre. Der Keller wäre ein nettes Plätzchen für diese Samen. Von den eingangs erwähnten Arten allerdings gibt es einige, deren Samen ihr in den ersten kühleren Herbstwochen aussäen müsst. Oder direkt nach der Ernte. Zu letzteren gehören etwa die Stockrose, die Nachtkerze oder auch der Fingerhut. Diese Samen benötigen ein gerüttelt Maß an Wärme, um den Winter im Boden überstehen zu können. Ganz anders ist das bei den sogenannten Kaltkeimern, zu denen der Mohn zählt und auch die Akelei. Diese Samen bringt ihr aus, wenn die klammen Arme der Herbstnebel die Tage fest im Griff haben. Oder einfach, wenn’s draußen schon ein wenig schuppig ist.

Saatgut sicher in Saatguttütchen aufbewahren



Auch eine super Geschenkidee:

Gesammelte Samen solltest du am besten in kleinen Saatguttütchen aufbewahren und dunkel und trocken lagern. Praktisch: In den Tütchen sind sie vor Licht und Feuchtigkeit geschützt. Auch als Geschenkbeilage zu Weihnachten machen sie so eine extrem gute Figur und der Beschenkte kann sich schon auf den nächsten Frühling freuen!





Zu viel Saatgut gesammelt?:

Du kannst gar nicht so viele Seedbombs rollen wie du Saatgut gesammelt hat? Dann mach mit bei unserem Saatgutzirkel und tausche dein gesammeltes Saatgut gegen andere, dir vielleicht bisher noch ganz unbekannte Sorten.

Saatgutzirkel




Die wichtigsten Fragen in Kürze



Das war jetzt ganz schön viel Info auf einmal. Damit dir nicht gleich der Kopf raucht, haben wir dir hier die wichtigsten Punkte übers Blumensamen-Sammeln noch einmal zusammengefasst:


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