Samenbomben vs. Tierwelt


In den letzten Monaten haben wir leider mehrfach negative Bewertungen für unsere Seedbombs bekommen. Die Kommentare sind häufig wie folgt: "Der Versand ging total schnell, die Produkte sind noch schöner als erwartet und der Beschenkte hat sich total gefreut, aber leider wurden die Samenbomben kurz nach dem Ausbringen von Vögeln und Schnecken gefressen". Gesamtbewertung: 1 Stern. Zunächst generell: Unsere Seedballs sind ein Naturprodukt, per Hand produziert aus 100% ökologischen Rohstoffen. Bei Tieren sind sie entsprechend beliebt. Das sie sich also teilweise an den Samenbomben verlustieren, können wir nicht verhindern (und wenn wir unsere Samenbomben so ansehen, können wir es ihnen nicht einmal übel nehmen...mhhhh).

Bleibt die Frage, was man (Chemie ausgenommen) dagegen tun kann. Nachdem wir uns durch eine Vielzahl an Foren, Blogs und Zeitschriften gewühlt haben, müssen wir feststellen: Nicht viel. Gerade im Guerilla Gardening ist die Idee ja auch die einfache und schnelle Begrünung von städtischen Brachflächen. Der einzige Tipp, der dazu noch passt, ist die Samenbomben mit dem Fuß ein wenig in die Erde zu treten, damit die Vögel und Schnecken nicht so leicht rankommen. Alle anderen Saatschutz-Tipps gehen für das Guerilla Gardening eigentlich zu weit. Wir wollen sie Euch dennoch nicht vorenthalten:

  1. Wie gesagt: Drückt die Samenbombe in die Erde, sodass sie ein klein wenig mit Erde abgedeckt ist. Schnecken und Vögel kommen so nicht mehr ran
  2. Sammelt nach Silvester die dünnen Holzstäbchen der Raketen und stellt 4-5 davon im engen Kreis um die Samenbombe auf. Für die Vögel sind sie so "hinter Gittern"
  3. Werft die Samenbomben zu einer Zeit, in der die Samen schnell wachsen (April/Mai). Das lässt den Tieren weniger Zeit. Generell fangen Vögel auch erst gegen Ende des Sommers wirklich damit an, Samen zu fressen. Bis dahin gehen sie lieber auf Insektenjagd.
  4. Leiht Euch eine Katze, die hilft als Abschreckung gegen alles. Alternativ funktionieren auch CDs im Baum und eine Vogelatrappe oder -scheuche
  5. Sammelt einmal am Tag Schnecken und lasst sie etwa 150km weiter wieder raus (am Besten den Eimer einfach unauffällig in einen Fernzug stellen)
  6. Spannt ein engmaschiges Netz über die Saatbombe
  7. Kündigt Euren Job und haltet Wache
  8. Schmeißt einfach mehr Samenbomben: Irgendwann sind alle Vögel satt :)

                Ein letzter Tipp noch von uns: Werft einfach Speierling-Samen in Euren Garten und freut Euch, wenn Ihr seht, wie Vögel sie aufpicken. Diese Samen keimen nämlich erst, wenn sie den Darm eines Vogels durchquert haben.

                Falls Ihr noch andere Tipps zum Schutz von Saatgut im Allgemeinen oder Samenbomben im Speziellen habt freuen wir uns über einen Kommentar!

                Danke & Grüße,
                Torge

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