Samenbomben

Bequem vom Liegestuhl aus Gärtnern? Den tristen Weg zur Arbeit begrünen? Oder einen pflegeleichten Blumenstrauß verschenken? Mit unseren Samenbomben kein Problem! Einfach auf die gewünschte Fläche Erde werfen, warten und über das Ergebnis freuen.

Unsere handgemachten Samenbomben aus Deutschland gibt es in acht verschiedenen Sorten, von wilden Blumen bis leckeren Kräutern und Gemüse.

In einen kleinen Jutebeutel verpackt (immer 10 pro Beutel) und etwa walnussgross, kommen die Samenbomben auch als Geschenk toll an. Sie bestehen ausschließlich aus heimischem Saatgut, Ton und Erde. Je nach Wetter ist die ideale Wurfzeit zwischen April und August. An einem trockenen und dunklen Platz können die Samenbomben problemlos bis zu zwei Jahre gelagert werden.

Wie werden die Samenbomben produziert?

Jede einzelne Samenbombe wird liebevoll von Hand gefertigt. Die Mehrheit der Samenbomben rollen wir dabei selbst. Zusätzlich bekommen wir Unterstützung von der örtlichen Lebenshilfe und der JVA Meppen. Der erste Schritt ist immer das sorgfältige Sieben der Erde, damit die Samenbomben frei bleiben von kleinen Zweigen oder Steinchen. Danach kommt die Erde zusammen mit Tonpulver, Saatgut und Wasser in einen großen Mixer, der nach einiger Zeit eine feuchte, klebrige Masse ausspuckt. Diese teilen wir in gleich große Portionen auf, die wir dann zu etwa 2,5cm großen Kugeln rollen, unseren Samenbomben. Nach dem trocken sind die Samenbomben steinhart und mindestens 2 Jahre lang einsatzbereit!

Samenbomben - Was ist das?

Seed Bombs sind kleine Bällchen (oder Klumpen) aus Erde, Ton und Saatgut. Da das Saatgut in dem steinharten Mix aus Erde und Ton gut eingebettet ist, muss es nicht gepflanzt werden. Statt dessen kann man den ganzen Samenball einfach an seinen Zielort werfen, rollen, legen oder per Zwille transportieren. Der nächste Regen weicht den Ball auf und aktiviert das Saatgut, das dann anfängt zu keimen.

Es gibt verschiedene Meinungen dazu wie, wann und wo das Konzept der Seedballs erfunden wurde. Die meisten Leute glauben, dass die Idee von den alten Ägyptern stammt, die mit Hilfe von Samenbomben sehr schnell das fruchtbare Ackerland bestellen konnten, das das jährliche Nilhochwasser zurückgelassen hat. Später haben dann die Japaner die Idee aufgegriffen und mit aus Flugzeugen ausgeworfenen Samenbomben große Felder bestellt, während große Teile der (männlichen) Bevölkerung im 2. Weltkrieg war.

Wirklich bekannt wurden die Seed Balls dann in den 1970er Jahren, als mehr und mehr Leute anfingen sie zu werfen, um gegen Betonwüsten, Luftverschmutzung und die Bebauung städtischer Grünflächen zu protestieren. Bis heute werden Samenbälle zu genau diesem Zweck genutzt: Um bunte Inseln in tristen Innenstädten zu schaffen, seine Nachbarschaft zu verschönern und um eigene Lebensmittel anzubauen. Samenbomben eignen sich darüber hinaus aber auch ideal für die Bepflanzung von Balkonkübeln, eine schnelle Veränderung im Garten, oder einfach nur um ein paar Kräuter in seiner Küche zu ziehen.

Werfen, Warten...und doch nicht Freuen!?

Samenbomben, Seedbombs oder wachsende Wurfgeschosse. Für die kleinen Kugeln aus Erde, Ton und Saatgut gibt es viele Namen, doch das Prinzip bleibt immer herrlich unkompliziert. Einfach werfen, warten und täglich am Ergebnis freuen. Doch was passiert, wenn nach dem ambitionierten Wurf das freudige Ergebnis ausbleibt?

Unsere Samenbomben produzieren wir nach wie vor in liebevoller Handarbeit auf unserem Bauernhof in Nordhorn. Jan, unser Samenbomben-Roller Nr. 1, verwendet hierfür nur die besten Zutaten. Schwarze Anzuchterde, Tonpulver und qualitativ hochwertiges, heimisches Saatgut vom Fachhändler in Deutschland. Jeder Samenbomben-Charge entnehmen wir einige Kugeln und veranstalten ein sogenanntes "Probewerfen", um sicher zu stellen, dass unsere Städte auch wirklich grüner werden.

Trotz unserer hohen Qualitätsansprüche sind und bleiben wir der Natur ein Stück weit unterlegen. Aus diesem Grund kommt es ab und zu vor, dass wir Post bekommen von engagierten Stadtgärtnern da draußen, die wild geworfen und geduldig gewartet haben, aber bisher kein Grund zur Freude hatten. Um deine Chancen auf bunte Blumenwiesen und wuchernde Gemüsepflanzen so üppig wie möglich werden zu lassen, haben wir eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten zusammengestellt für ein optimales Wurfergebnis:

  1. Wenn du vorhast dein neues Baugrundstück aus dicken Lehmklumpen und Schotter in eine üppige Blütenpracht zu verwandeln, dann kommst du nicht drumherum schwarze Blumenerde ranzukarren, denn die feinen Wurzeln der Keimlinge schaffen es auf hartem und trockenem Untergrund nicht Fuß zu fassen.
  2. Auch wenn es fast zu einfach klingt: die Samenbomben werden einfach ausgeworfen, ausgelegt oder gerollt. Wenn du es besonders gut meinst und die Kugeln in die Erde eingräbst, wachsen sie leider nicht. Also spar dir das mühsame Bücken!
  3. Unsere Seedbombs benötigen viel Wasser! Besonders am Anfang ist es wichtig die braunen Kugeln kräftig zu wässern, damit sie sich, dank des enthaltenen Tonpulvers, kräftig vollsaugen können. Wann es genug ist mit dem Gießen erkennst du daran, ob die Samenbombe sich drücken lässt wie Knete. Achte unbedingt darauf, dass die Seedbombs nie austrocknen!
  4. Oft werden wir gefragt, ob Samenbomben auch im Schatten wachsen. Die eindeutige Antwort hierauf ist: JEIN! Unsere Sorten Schmetterlingswiese, Wilde Wiese, Blühendes Kornfeld, Wildblumen, Gänseblümchen und Bienenschmaus enthalten dutzende verschiedene Sorten, von denen einige sich in der Sonne, andere sich auch im Schatten wohlfühlen. Je nachdem welchen Standort du wählst, erhältst du ein entsprechendes Ergebnis. Die Sorten Italienischer Garten, Wildkräuter und Sonnenblumen sind echte Sonnenanbeter und für schattige Plätzchen ungeeignet. Generell gilt, je mehr Sonne, desto üppiger die Blütenpracht!
  5. Der letzte Punkt auf der Liste basiert auf einer wahren Geschichte. Es gab schon einmal den kniffligen Fall einer Kundin, die alles völlig richtig gemacht hat, und sich trotzdem nicht über bunte Blumen freuen konnte. Nach langem Hin und Her kamen wir dem Geheimnis auf die Spur. Die Übeltäter in diesem Fall waren freche Vögel, die jedes Mal, wenn sie die Seebombs ausgeworfen hatte, das Saatgut klauten. Wie ich schon sagte: ein Stück weit sind wir der Natur einfach unterlegen!

Schau unseren Samenbomben beim Wachsen zu: