Blumensäen leicht gemacht: So legst du eine Blumenwiese an

Blumensäen leicht gemacht: So legst du eine Blumenwiese an

18.02.2019

Grüner Leben

Eine Wiese voller herrlicher Blumen im eigenen Garten, das ist doch ein Träumchen, oder? Muss es aber nicht bleiben. Schon ein paar Quadratmeter Platz, ja selbst ein paar Blumenkästen in der Großstadt reichen aus, um kleine Blumenwiesen anzulegen, die die gute Laune im Sommer ungemein steigern wird. Bei dir und bei den Bienchen, Hummeln und Schmetterlingen. Wir zeigen dir, wie es geht: 

Perfekte Voraussetzungen schaffen: 

Bezüglich des Bodens kannst du dir merken: Je magerer, desto besser. Klingt erstmal komisch, aber das hat Gründe. Denn je mehr Nährstoffe ein Boden enthält und je fetter er ist, desto wohler fühlt sich auch Unkraut. Und das möchten wir schließlich nicht im Blumenbeet haben. Falls du eine Blumenwiese anlegen willst, wo vorher Komposthaufen war, solltest du in den Boden unbedingt noch Sand einarbeiten um ihn magerer zu machen. Egal, ob Blumenkübel oder ganzer Garten - wähle einen sonnigen Standort für deine Blumenwiese. Im Schatten werden die Blümchen leider nicht gedeihen. Knallige Mittagssonne tut zwar nicht unbedingt Not, aber zumindest einige Sonnenstunden am Vor- oder Nachmittag sollte der ausgewählte Platz hergeben. 

Fläche vorbereiten 

Die beste Zeit um eine Wildblumenwiese anzulegen, ist April - Juni. Wenn die Tage länger werden und die Zahlen auf dem Thermometer so langsam etwas in die Höhe krabbeln, dann ist die Zeit reif :-) Doch vorher solltest du unbedingt deinen Boden vorbereiten. Mache dies idealerweise  im Herbst oder mindestens eine Wochen vor der Aussaat. Bereit? Dann zieh die Gummistiefel an und raus mit dir an die frische Luft. Nun mach deinen Boden erstmal frei von allem: Das ist gerade bei Rasen relativ mühsam, lohnt sich aber. Rasen, Beikräuter, Steine und dicke Wurzeln solltest du rausholen. Danach lässt du den Boden am besten für einige Tage ruhen. So kann er sich wieder “setzen”, bevor es dann an die Aussaat geht.

Kleiner Tipp: Wenn deine Fläche groß ist, solltest du dir ein oder mehrere Wege festlegen. Das Betreten der Blumenwiese sollte nämlich möglichst vermieden werden. Hast du dir ein paar Wege geschaffen, kannst du problemlos durch die Wiese gehen ohne sie zu schädigen. 

Saatgut ausbringen

ein Beet voller bunter Blumen

Merke: Pro Quadratmeter Fläche solltest du etwa fünf Gramm Samen säen. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es gar nicht so leicht ist, hier richtig zu dosieren und man eher dazu neigt zu viel Saatgut auszubringen. Doch versuche dich zu zügeln: Denn wenn das Saatgut zu dicht liegt, behindern sich die Blumen gegenseitig beim Wachsen. Das Ergebnis: kümmerliches Gestrüpp statt der ersehnten herrlichen Blumenwiese. 

Nun streue das Saatgut großzügig aus. Mit einem simplen Trick sorgst du dafür, dass sich die Samen wie von allein gleichmäßig über die von dir ausgewählte Fläche verteilen: Sand! Im Klartext: Mische ein wenig Sand in die Samen, dann erfolgt die verbesserte Verteilung ganz von allein.

Sägemehl geht übrigens auch. Der Sand ist dann auch mit ein Grund, warum der Boden zumindest im ersten Monat nach der Aussaat relativ viel Feuchtigkeit benötigt. Fertig? Super! Schließe die Lücken, falls es welche gibt und dann harkst du das Saatgut grob ein. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die Samen eingegraben werden, sondern vielmehr darum, dass sie beim nächsten Regen nicht weggeschwemmt werden können und hungrige Vögel sie nicht sofort aus der Luft erspähen und stibitzen. 

Apropos Saatgut 

All unsere Sorten sind Mischungen, die vom Frühsommer bis in den Spätsommer blühen. Die Mischungen beinhalten jeweils ähnliche Pflanzen, einige kommen auch öfter vor, zum Beispiel die Schafgarbe, die Kornrade, die Glockenblume, die Flockenblume und andere. Darum sind die Mischungen in der Aufzucht allesamt ähnlich zu behandeln und unterscheiden sich auch hinsichtlich Aussaat und Pflege überhaupt nicht. Die Zusammenstellungen sind jeweils ideal aufeinander abgestimmt. Auch einzelne Sorten wie Sonnenblumen, Kornblumen, Margeriten, Mohnblumen oder Ringelblumen eignen sich hervorragend für eine kunterbunte Wildblumenwiese. 

Unsere Mischungen bestehen aus ausgewählten heimischen Wildblumen

Ein perfekter Start

Gerade am Anfang ist es sehr wichtig, die Erde gleichmäßig feucht zu halten. Bis zur Keimung dauert es, je nach Pflanze, ein bis drei Wochen. In dieser Zeit darf der Boden nie ganz austrocknen. Bedeutet für dich: immer gut wässern! Dabei sollte Staunässe unbedingt verhindert werden, falls du vorhast deine Blumenwiese im Kübel zu kultivieren. Eine zweite wichtige Sache: Beikräuter. Hier solltest du schnell reagieren und alles, was nicht Blume ist und was du als solches erkennst sofort manuell herauszuziehen (oder wahlweise mit dem Spargelstecher), bevor es sich zu sehr ausbreiten kann.

Die Vorfreude wächst

Mit den eben beschriebenen Vorgängen ist deine Arbeit bereits erledigt. War gar nicht so schwer, oder? Wenn du Samenräuber befürchtest, dann stell doch ein paar ulkig aussehende Vogelscheuchen auf, die sind rasch zusammengebastelt. Auf was du leider keinen Einfluss hast, ist das Wetter während des Sprießens deiner Blumen. Wärme und Feuchte sind dabei ideale Faktoren. Wenn die beiden zusammenkommen, dann darfst du deiner Vorfreude auf wunderschöne Blumenwiesen im Sommer freien Lauf lassen.

Die richtige Pflege 

Sind die Blumen erstmal da, hast du deinen Job eigentlich so gut wie erledigt. Wirklich aufwendig sind nur die ersten Wochen, weil du da regelmäßig gießen musst. Sind die Blumen erstmal da, ist eine Wildblumenwiese insgesamt recht pflegearm. An sehr heißen Sommertagen solltest du  natürlich trotzdem mal zur Gießkanne greifen. Das machst du am besten abends, dann kann die Feuchtigkeit über Nacht in die Erde eindringen und verdunstet nicht sofort wegen der Hitze. 

Eine Wildblume freut sich über die bunte Wildblumenpracht

Übers Mähen musst du dir erstmal auch keine Sorgen machen. Lediglich 1x im Jahr muss die Wiese gemäht werden. Das machst du aber am Besten nach der Blüte, denn erst dann bilden sich auch die Samen aus und die Blumen haben Chance sich selbst wieder auszusäen. Und: Nimm die Sense statt den Rasenmäher und mähe nie die ganze Wiese auf einmal, so würdest du das komplette Biotop direkt zerstören. Lass einige Ecken stehen, dann haben Kleintiere die Chance sich dorthin zurück zu ziehen. 

Einjährig oder mehrjährig?

Reicht die Selbstaussaat der Blumen dafür aus, dass auch im nächsten Jahr eine üppige Wiese mit sommerlichen Blumen gedeiht? Die Antwort ist: jein. Es kommt auch ein bisschen auf die Sortenauswahl an. Aber auch bei mehrjährigen Blumen darf man nicht unterschätzen: Zwar erfreuen sich Insektenarten wie Hummeln und Bienen im Sommer an den Blumen und tragen die Pollen im Garten weiter. Auf der anderen Seite gibt es viele Vögel oder Mäuse, die im Winter an den Knollen herumknabbern und sie zumindest so weit schädigen, dass sie im Jahr darauf nicht mehr austreiben. Aber: einige Blumen säen sich von ganz alleine selbst wieder aus und du entdeckst vielleicht auch im nächsten Jahr Kornblumen oder Mohnblumen in unmittelbarer Nähe. Grund zur Freude! Fazit: Probier es aus! Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, 1x im Jahr eine kunterbunte Blumenwiese anzulegen oder zumindest an einigen Stellen mit neuer Aussaat nachzubessern. 

Die Wiese im Topf

Auch ohne eigenen Garten kannst du dir kleine bunte Oasen schaffen, wie etwa in einem Blumentopf. Das Prozedere ist ähnlich. Du brauchst einen guten Boden, du solltest zwischen April und Juli aussäen und der Standort sollte sonnig sein. Was aber anders ist: Für die Aussaat im Kübel eignen sich vor allem niedrige Sorten. Diese Pflanzen können bei Wind und Sturm nicht so leicht umknicken und kaputtgehen. 

Warum Blumenwiesen so wichtig sind: 

Aus alten Holzlatten und einem Lötkolben kannst du dir wunderschöne Pflanzschilder für deine Blühwiese basteln

Schön sind sie, das ist keine Frage. Doch für die Umwelt und die Tierwelt sind Blumenwiesen so viel mehr.

In ihrer Vielfalt und Pracht stellen sie wichtige Biotope dar. Hier tummeln sich Insekten, Klein- und Kriechtiere. Und auch Vögel finden in der Blumenwiese einen sicherern Rückzugsort. Dabei dient die Blumenwiese der Tierwelt vor allem als Nahrungsquelle und Lebensraum. Indem du eine Wildblumenwiese anlegst, leistest du also einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Umweltschutz. Und noch was ist richtig gut: Im Gegensatz zum englischen Rasen, der viel Wasser benötigt, sparst du dies bei der Pflege der Wildblumenwiese ein. Denn diese ist insgesamt äußerst 

Lust bekommen?

Das freut uns! Je mehr Blumenwiesen desto besser! Lass uns gemeinsam der Umwelt etwas Gutes tun und die Welt richtig bunt machen! Wenn du deine Blumenwiese schon angelegt hast, schick uns deine Bilder gerne an lotta@diestadtgaertner.de und berichte uns von deinen Erfahrungen. 

Die Stadtgärtner

Die Stadtgärtner produzieren in Handarbeit grüne Geschenkartikel, mit denen du dir oder anderen eine Freude machen kannst. In unserem Blog findest du alles rund um einen nachhaltigen Lifestyle, allerlei Rezepte, DIY-Anleitungen und was ansonsten noch intern bei uns los ist.

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