Blumen für die Ewigkeit pressen

Blumen für die Ewigkeit pressen

16.04.2020

diy

Kaum ist der Sommer da, kannst du dich allerorts an der Blütenpracht erfreuen. Wie schön, wenn alles blüht, oder? Gefühlt ist diese Zeit leider immer viel zu schnell wieder vorbei. Denn so schön sie auch sind, Blumen haben eine kurze Haltbarkeitszeit. Wie wäre es also, wenn du das Farbenmeer bei dir Zuhause “festhalten” könntest? Wir sagen dir: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Presse deine Blumen doch einfach und mache sie so für die Ewigkeit haltbar. Wie das geht, was du dabei unbedingt beachten solltest und welche kleinen Kniffs wirklich top sind, erfährst du hier bei uns. Wir wünschen dir viel Spaß beim Blumenpressen!

Welche Blumen eignen sich zum Pressen?

Nicht alle Blumen eignen sich gleich gut zum Pressen. Besonders “dicke”, fleischige oder kugelförmige Blumen wie z.B. Rosen lassen sich schwierig pressen, da sie meist zu viel Feuchtigkeit enthalten und schnell anfangen zu faulen. “Dünne”, flache Blumen hingegen sind entsprechend einfacher. Ob groß oder klein ist da egal, auf die Dicke kommt´s an. Gut geeignet sind beispielsweise Margeriten, Schleierkraut, Jasmin, Veilchen oder Geranien. Damit du trotzdem nicht auf die schönen roten Rosen aus dem Garten verzichten musst, ist es sinnvoll, sie nicht als Ganzes zu pressen, sondern einzelne Blütenblätter zu verwenden.

Blumenpressen - wie geht das eigentlich?

Blumenpressen ist gar nicht schwer und auch mit Kindern eine tolle Methode, um sich mit der Flora und Fauna zu beschäftigen und Pflanzen kennen zu lernen. Doch was genau passiert eigentlich bei dem Vorgang der Pressung? Eigentlich kann man das ganz leicht erklären. Beim Pressen wird den Blumen die Flüssigkeit entzogen. So behalten sie ihre aktuelle Farbe und sehen noch lange so herrlich bunt aus wie zu dem Zeitpunkt, als du sie gepflückt hast. Und damit du endlich loslegen kannst, kommt hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung, die für jede Blume zählt:

Schritt 1: Blumen pflücken

Schritt 1: Blumen pflücken

Am allerbesten pflückst du die Blumen, wenn sie in voller Blüte stehen. Das ist tatsächlich sehr wichtig, denn sie sollen sich ja noch lange halten bzw. vor allem noch lange schön aussehen. Das wird nicht funktionieren, wenn sie beim Pflücken bereits welk sind. Suche dir die schönsten Blumen aus, die du finden kannst und du wirst auch ein schönes Ergebnis beim Pressen erzielen.

Schritt 2: Blumen trocknen

Nachdem du dir die hübschesten Blumen ausgesucht und gepflückt hast, solltest du diese unbedingt zunächst trocknen lassen. Die Feuchtigkeit vom letzten Regen oder vom Morgentau dürfen für die Pressung nicht mehr auf der Blume liegen. Lege dafür die Blumen einfach nebeneinander auf eine Serviette oder ein Küchenpapier aus und lasse sie dort über Nacht trocknen.

Schritt 3: Flachlegen

Egal, für welche Press-Methode (siehe weiter unten “Drei Wege um Blumen zu pressen”) du dich entscheidest, dieser Schritt ist immer wichtig. Lege deine Blumen flach auf ein vorher zugeschnittenes Papier (Löschpapier eignet sich hervorragend). Du kannst auch mehrere Blumen nebeneinander platzieren, achte nur dann darauf, dass sie sich nicht berühren. Dann deckst du sie mit einem weiteren Zuschnitt des Löschpapiers zu und packst sie entsprechend in die Blumenpresse, in ein Buch oder zwischen zwei Kacheln. 

Drei Wege um Blumen zu pressen:

Blumen pressen mit der Blumenpresse

Wie ihr Name schon verrät, ist die Blumenpresse extra zum Pressen von Blumen gebaut worden. Entsprechend ist dies wohl die “beste” Methode, um Blumen in ihrem aktuellen Zustand zu konservieren. Meist besteht die Blumenpresse aus zwei Holzscheiben, die mithilfe von Schrauben an den vier Ecken zusammengehalten und zusammengepresst werden können. Auch hier ist es wichtig, die Blumen zwischen zwei Lagen Papier oder Pappe zu legen, damit diese die Feuchtigkeit aufsaugen können. Hast du die Blumenpresse soweit gefüllt, heißt es nur: Geduld bewahren. Riskier ab und zu mal einen Blick in die Presse und kontrolliere, ob alles noch an Ort und Stelle liegt. Nach einigen Wochen sind deine Blumen dann fertig! 

Blumen haltbar machen mit der Blumenpresse

Blumen pressen mit einem Buch

Wer keine Blumenpresse besitzt oder zu faul ist sich eine zu bauen, kann auch auf das zurückgreifen, was vermutlich jeder Zuhause hat: Ein dickes Buch. Auch hier ist es wichtig, die Blumen zwischen zwei Lagen Papier UND Pappe zu legen. Richtig gehört, wir sagen extra auch “Pappe”, denn beim Pressen der Blumen im Buch besteht die Gefahr, dass die Feuchtigkeit der Blume in die Seiten des Buches wandern. So würdest du dir kurzerhand dein Buch ruinieren. Nimm also stattdessen zusätzlich zwei Stück Pappe, um die Blumen von beiden Seiten “einzuschlagen”. Lege das Ganze in die Mitte von deinem Buch. Dann nur noch das Buch zuklappen und wenn nötig, beschweren. Alle paar Tage solltest du das Papier auswechseln. Nach ein paar Wochen sind die Blumen fertig!

Blumenpressen in der Mikrowelle

Das ist wohl die allerschnellste Variante um Blumen zu pressen, denn in wenigen Minuten kannst du dein Ergebnis bestaunen. Auch bei dieser Methode brauchst du Papier und Pappe (je 2 Bögen). Zusätzlich benötigst du noch zwei Keramikfliesen. Die Blume kommt in die Mitte, dann jeweils von oben und unten eine Lage Löschpapier, eine Lage Pappe und je eine Fliese. Fixieren kannst du das ganze mit Gummibändern an den Ecken und dann ab in die Mikrowelle damit. Bei höchster Stufe solltest du innerhalb von einer Minute dein Ergebnis bestaunen können. Wenn du dich vorsichtig rantasten willst, geht das natürlich auch… sind ja nicht alle so waghalsig wie wir ;-) 

Was tun mit gepressten Blumen?

Oh, das gibt es viiiiiiiiiiele Möglichkeiten! Ganz oben auf der Liste der Verwendungsmöglichkeiten steht, na klar: sich einfach noch lange an der Schönheit erfreuen! Darüber hinaus eignen sich gepresste Blumen ganz hervorragend zum Dekorieren, zum Basteln oder um dir ein Herbarium anzulegen. Wir haben dir 5 Ideen zum Basteln mit gepressten Blumen zusammengestellt. Vielleicht ist da ja etwas für dich dabei?

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