Satansgarten

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017-106
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Gewöhnlichen Menschen schenkt man Blumen, für alle anderen gibt es dieses kleine fiese Tütchen Saatgut – gefüllt mit besten heimischen Unkräutern, wie z. B. Brennessel, Vogelmiere, krie- chender Hahnenfuß und Löwen- zahn.

Ideal um einem besonderen Menschen seine Wertschätzung zu zeigen oder um ihm einfach mal zu sagen: "Mit dir würde ich durch die Hölle gehen."

Eigenschaften

Pflanzeninformationen
Erntezeit Erntezeit: Februar bis September
Nährstoffbedarf Nährstoffbedarf: v.a. Schwachzehrer
Botanischer Name Botanischer Name: Mischung aus verschiedenen Arten (Brennessel, Löwenzahn, Sauerampfer, Spitzwegerich, Kreichender Hahnenfuß, Scharfer Hahnenfuß, Vogelmiere, Gänseblümchen, Fuchsschwanz, Wilde Möhre, Rainfarn, Heide-Günsel, Wilde Rauke, Beifuß, Borretsch, Silybum (Mariendistel), Carthamus (Färberdistel), Echinops (Kugeldistel), Eryngium
Wuchshöhe Wuchshöhe: 10-200cm
Lebenszyklus Lebenszyklus: einjährig und mehrjährig
Verwendung Verwendung: Um "lieben Menschen" eine Freude zu machen
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Pflanzanleitung auf dem Umschlag

Die Unkrautmischung ist anspruchslos und leicht zu kultivieren. Das Saatgut einfach in lockere Garten- oder Blumenerde einstreuen und bis zur Keimung feucht halten. Staunässe und Trockenheit gilt es zu vermeiden. Am besten wächst die Mischung an einem halbschattigen bis sonnigen Platz. Bei der Saatgutmischung handelt es sich um eine Ziermischung. Die Pflanzen sind nicht zum Verzehr geeignet.

Ausführliche Pflanzanleitung: Satansgarten

Wenn der Gärtner schläft, pflanzt der Teufel Unkraut. So will es eine traditionelle Redewendung. Bestens dazu passt unser Unkraut-Saatgut „Satans Garten“ für euer Beet. Moment! Unkraut? Ihr sollt Unkraut anpflanzen? Was soll denn das? Unkraut entfernt man doch ansonsten, wo man es nur findet, damit das Zeug unserem Obst und Gemüse oder unseren Zierpflanzen nicht die Nährstoffe aus dem Boden entziehen! Unkraut wird ausgerupft, herausgezogen, gejätet, nur raus damit, egal wie, Hauptsache schnell und radikal! Doch als Hobbygärtner und (angehende) Pflanzexperten wisst ihr natürlich nur zu gut, dass das nur die halbe Wahrheit ist.

Unkraut ist kein Teufelszeug

Die andere Hälfte der Wahrheit: Unkraut ist gar kein Teufelszeug. Schließlich enthält unser Tütchen so tolle Gewächse wie Gänseblümchen und Sauerampfer, Spitzwegerich und Wilde Rauke, Löwenzahn und Brennnessel und viele andere. Einige dieser Pflanzen sind im Normalfall sogar essbar und aus der Brennnessel lässt sich lecker Tee zubereiten. In diesem Fall allerdings raten wir davon ab, denn bei dieser Saatgutmixtur handelt es sich ausschließlich um eine Ziermischung. Nichts davon ist zum Verzehr geeignet.

Außer den schon genannten „Unkräutern“ enthält Satans Garten Kreichenden Hahnenfuß, Scharfen Hahnenfuß, Vogelmiere, Fuchsschwanz, Wilde Möhre, Rainfarn, Heide-Günsel, Beifuß, Borretsch, Silybum (Mariendistel), Carthamus (Färberdistel), Echinops (Kugeldistel) und Eryngium. Das sind fast alles sogenannte Schwachzehrer, die dem Boden wenig bis keine Nährstoffe entziehen und den anderen Pflanzen in Beet und Garten dadurch also nicht wirklich Konkurrenz machen.

Lockere Erde und ausreichend Feuchtigkeit

Alle Produkte aus der Unkraut Serie von Die Stadtgärtner

Unkraut vergeht nicht nur nicht, Unkraut – jedenfalls unseres – lässt sich auch spielend leicht „anbauen“. Ihr solltet lediglich Blumen- oder Gartenerde verwenden, die möglichst locker ist und sich an einem halbschattigen oder sonnigen Ort befindet. Das Saatgut streut ihr flächig auf die Erde (es handelt sich ausnahmslos um Lichtkeimer), die ihr ab jetzt immer schon feucht haltet. Trockenheit ist wie Staunässe äußert schädlich für die keimenden Unkräuter.

Der richtige Zeitpunkt, um die Saat zu säen, ist gekommen, wenn es nicht mehr gar zu garstig kalt ist da draußen im Garten, also frühestens ab März. Ihr könnt aber auch bis Juni warten, schließlich wachsen die Pflanzen recht zügig. Nach einer bis zwei Wochen zwischen zehn und zwanzig Grad keimen die Samen nämlich schon und bald zeigen sich die ersten Sprosse. Zwischen Juni und Oktober blühen die Kräuter schließlich. Denn dafür sind sie da, sie sollen – an den richtigen Plätzen gestreut – ja einen schönen Kontrast zu euren Nutz- und Zierpflanzen bilden.

Wichtig für die Natur

Viele Unkrautsorten sind optisch ja äußerst reizvoll, denkt nur mal an Löwenzahn, Gänseblümchen und den Hahnenfuß, an die Wilde Möhre, an den Rainfarn, den Heide-Günsel, die Färberdistel oder den Borretsch. Und auch die Wilde Rauke und der Beifuß, die Mariendistel, die Kugeldistel und das Eryngium (besser bekannt als Mannstreu oder Edeldistel) machen in euren Gärten bella figura. Für die Natur indes ist Unkraut überlebenswichtig.

Denn viele kleine und kleinste Tierchen benötigen diese Pflanzen als Nahrung und als Lebensraum. Darüber hinaus fördert Unkraut die Bodengare im landwirtschaftlichen Anbau (also auch im Gemüsebeet), weil es den Boden zwischen den Nutzpflanzen durchwurzelt und vor allzu direkter Sonneneinstrahlung schützt. Und nicht zuletzt bietet Unkraut auch vielen Nützlingen einen Lebensraum, also Tieren wie die Raupenfliege oder die Schlupfwespe, die die Nutzpflanzen von Schädlingen frei halten. Jetzt stellt sich nur noch eine Frage, und die lautet:

Warum heißt es überhaupt Unkraut?

Das hat nur einen Hintergrund: Die Pflanze ist unerwünscht, jedenfalls im Prinzip. Ob aus optischen oder anderen Gründen verachten wir Unkraut, das noch dazu unseren Kulturpflanzen die Lebensgrundlage raubt. Das jedenfalls ist die verbreitete Ansicht. Das „kraut“ in Unkraut darf man nicht wörtlich nehmen, es handelt sich ja nicht um Kräuter im engeren Sinne. Nein, auch Moose, Gräser, Farne und dergleichen werden mit diesem Begriff belegt.

Aber wie alles auf der Welt, wir haben es ja skizziert, hat jede Medaille zwei Seiten, und deswegen ist Unkraut nicht nur pfui, sondern durchaus auch hui. Viel Erfolg beim Unkraut-Anbau!