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Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn: welche Pflanzen sind sich grün?

Dass Mischkulturen Monokulturen vorzuziehen sind, ist ein zwar allgemein anerkanntes Gemeingut. Doch leider wird diese Regel aus ökonomischen Gründen in der durchsubventionierten Agrarindustrie so gut wie nicht mehr befolgt. Da wäre es doch schön, wenigstens im heimischen Beet eine gehörige Vielfalt an Nutzpflanzen zu ziehen. Wenn es denn so einfach wäre – denn längst nicht alles, was grünt, ist sich auch grün.

Warum mögen sich manche Pflanzen einfach nicht?



Wenn du ein paar Quadratmeter fruchtbaren Bodens zur Verfügung und die Muße zum Gärtnern hast, ist es nur zu verständlich, dass du gern eine bunte Pflanzenmischung anbauen würdest. Allein die Natur macht dir da einen Strich durch die Rechnung. Denn es gibt ganz gewöhnliche Nährpflanzen, die sich einfach nicht mögen. Aber warum ist das so? Dafür gibt es viele Gründe.

Einer davon ist, dass die Nachbarn einfach unterschiedlich viel Wasser in den verschiedenen Jahreszeiten benötigen. Ein anderer Grund: Manche Arten halten sich wechselseitig Schädlinge vom Hals, andere bekommen das einfach nicht hin. Nicht zuletzt ziehen sich einige Sorten gegenseitig genau jene Nährstoffe aus dem Boden, den sie eigentlich beide benötigen. Und dann gibt es da noch Pflanzen wie die Minze, die sich unterirdisch per Wurzel so rasant verbreiten, dass sie ihren Nachbarn sprichwörtlich das Wasser abgraben. Da hilft nur noch eine Rhizomsperre im Beet, wenn nebenan anderes Grün gedeihen soll.

Dem Boden ist mit einer Mischkultur eher geholfen

Monokulturen haben üblicherweise schon nach einigen Jahren den Boden ausgezehrt, auf dem sie wachsen. Infektionen und der Befall von Schädlingen werden immer größere Gefahren. Deswegen wäre eine Mischkultur immer von Vorteil – wenn du weißt, welche Nachbarn zueinander gut sind und welche nicht. Bevor wir hier ins Detail gehen, bleiben wir noch ein bisschen bei der Theorie. Denn immer dann, wenn die Verhältnisse im Beet in etwa jenen entsprechen, wie sie auch in freier Wildbahn vorkommen, gelingt es, Mischkulturen zu ziehen. Die wichtigsten Aspekte: Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf sollten mit Pflanzen mit niedrigem Bedarf kombiniert werden und Gewächse mit tiefem Wurzelwerk mit Gewächsen, deren Wurzeln sich eher flach verbreiten.

Wenn du ein großes Beet mit mehreren Pflanzen anstrebst, die sich vertragen – eine Liste dazu findest du unten –, dann gibt’s noch ein paar Kniffe, um Wurzeln und Gewächse zu schützen. Wenn du etwa Rosengewächse anbaust, so tust du gut daran, zwischendrin Lilien, Ringelblumen oder Kamille zu säen. Die halten Fadenwürmer (Nematoden) fern. Knoblauch ist ein guter Nachbar für fast alle Gattungen (außer für Erbsen, Kohl sowie Busch- und Stangenbohnen), da er Bakterien und Pilze seiner Umgebung abtötet. Die Lücken, die in deinem Garten durch Ernte nach und nach entstehen, füllst du mit Spinat-, Senf- oder Kressesamen wieder auf. Ziehst du Rote Bete, dann lass‘ den Spinat jedoch besser weg.

Wer kann mit wem und wer nicht?

Ansonsten gilt: Wer im Garten mit wem kann, ist inzwischen hinreichend erforscht. Also keine Experimente – es wäre schade um die Nutzpflanzen, die sich gegenseitig kaputtmachen, das Wasser abgraben oder sonstwie nicht besonders grün sind. Unsere Liste gibt dir einen kleinen überblick, wer mit wem kann und mit wem nicht.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Buschbohnen topp: Salaten, Bohnenkraut, Radieschen

 Flop: Erbsen, Tomaten, Möhren, Zwiebeln, Schnittlauch
Erbsen topp: Möhren, Radieschen, Dill, Fenchel, Gurken,, Kopfsalat, Kohlrabi

 Flop: Bohnen, Tomaten, Zwiebeln, Lauch, Kartoffeln
Erdbeeren topp: Bohnen, Salate, Zwiebeln, Spinat, Radieschen, Lauch

 Flop: alle erdenklichen Kohlarten
Fenchel topp: Erbsen, Gurken, Salate, Sellerie

 Flop: alle Bohnenarten sowie Tomaten
Gurken topp: Dill, Fenchel, Erbsen, Salate, Lauch, Mais, Rote Bete, Sellerie, Kohl, Bohnen

 Flop: Radieschen und Tomaten
Kartoffeln topp: dicke Bohnen, Spinat, Mais, alle Kohlarten

 Flop: Tomaten, Sellerie, Kürbis
Knoblauch topp: Gurken, Tomaten, Rote Bete, Möhren, Obstbäume, Erdbeeren, Himbeeren

 Flop: alle Kohlgewächse, Stangenbohnen, Erbsen
Kohlarten topp: Tomaten, Sellerie, Spinat, Lauch, Salate, Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Dill

 Flop: Zwiebeln, Senf, Erdbeeren
Kohlrabi topp: Spinat, Lauch, Erbsen, Kartoffeln, Bohnen, Tomaten, Salate, Radieschen

 Flop: keiner
Kopfsalat topp: Tomaten, Zwiebeln, Lauch, Möhren, Kohl, Gurken, Erbsen, Bohnen, Dill

 Flop: Sellerie, Petersilie
Lauch topp: Tomaten, Möhren, Sellerie, Erdbeeren

 Flop: Rote Bete, Erbsen, Bohnen
Möhren topp: Erbsen, Dill, Zwiebeln, Schnittlauch, Rettich, Tomaten, Radieschen

 Flop: keiner
Radieschen / Rettich topp: Kopfsalat, Möhren, Erbsen, Bohnen, Kohl

 Flop: Gurken
Sellerie topp: Kohl, Lauch, Buschbohnen, Spinat, Kohlrabi, Tomaten, Gurken

 Flop: Kopfsalat, Kartoffeln, Mais
Tomaten topp: Kohlrabi, Kohl, Buschbohnen

 Flop: Kartoffeln, Erbsen, Fenchel
Zucchini topp: Kopfsalat, Radieschen, Zwiebeln, Möhren, Lauch, Spinat, Sellerie, Bohnen

 Flop: keiner
Zwiebeln topp: Rote Bete, Dill, Möhren, Kopfsalat, Bohnenkraut, Erdbeeren

 Flop: Kohl, Erbsen, Bohnen

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